Studie: Muslimbruderschaft in Österreich aktiv und stark vernetzt-Bestätigung Einschätzung Albayati/Tartsch

Studie: Muslimbruderschaft in Österreich aktiv und stark vernetzt 

 

Bestätigung Einschätzung Albayati/Tartsch:

Muslimbruderschaft in Europa ist seit Jahrzehnten ein sicherheitspolitisch-gesellschaftliches Gefährdungspotential, welches gestoppt werden muss.

 

 

Zur Information:

 

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170914_OTS0161/internationaler-extremismus-forscher-muslimbruderschaft-auch-in-oesterreich-aktiv-und-stark-vernetzt?utm_source=2017-09-14&utm_medium=email&utm_content=html&utm_campaign=mailaboeinzel

 

Das Ergebnis der Studie:

„Die Muslimbrüder zielen auf eine Spaltung der Gesellschaft und eine Stärkung des Einflusses des politischen Islam ab“, so der Studienautor. So werde etwa eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam kategorisch als „Islamophobie“ abgelehnt. „Das geht bis hin zur Rechtfertigung von Gewalt – eine Haltung, die ein förderndes Umfeld für Radikalisierung darstellt“, meint Vidino. Anti-muslimische Vorfälle würden zudem von islamistischen Kreisen bewusst überzeichnet.

„Gerade vor dem Hintergrund des starken Anstiegs von islamischer Radikalisierung in Europa muss die Verbreitung des Narrativs der Muslime als Opfer mit Sorge betrachtet werden“, resümiert Vidino.

https://m.kurier.at/politik/inland/studie-warnt-vor-einfluss-der-muslimbruderschaft-in-oesterreich/286.215.846

 

Die Ergebnisse der Studie sind keine Überraschung für Kenner der Materie.

Vielmehr bestätigt die Studie nur das, was Dr. Amer Albayati und ich u.a. im 3. Kapitel seines Buches „Auf der Todesliste des IS“ (Kap.3: Von der Muslimbruderschaft zum IS – Gefährdungspotentiale für Österreich und Europa) ausgeführt haben, da Österreich (und Deutschland) Hotspots des europäischen Netzwerkes der MB waren und sind.:

 

https://www.seifertverlag.at/liest/amer-albayati-auf-der-todesliste-des-is/

 

Davor warnen wir auf politisch-gesellschaftlicher Ebene schon seit Jahren, da die MB, die in über 70 Ländern der Welt aktiv ist, eine Gefährdung der inneren Sicherheit mit gesellschaftlicher Sprengkraft darstellt.

 

Derzeit erleben wir etwa eine Ausbreitung der MB in Ostdeutschland, wo die MB nicht so bekannt ist.:

https://ameralbayati.wordpress.com/2017/02/06/v-schutz-sachsen-muslimbrueder-immer-aktiver-albayatitartsch-zur-mb-in-europa-al-walaa-wa-l-baraa-al-hisba/

 

Dagegen entstanden die ersten Strukturen der MB in Westdeutschland Ende der 1950er Jahre.:

 

https://www.hudson.org/research/9853-the-brotherhood-s-westward-expansion

 

Zutreffend stuft der administrative Verfassungsschutz in Deutschland die MB in Europa als Gefahr für die westlichen Demokratien ein, die hier schariahtisches Recht einführen will.:

 

http://www.express.co.uk/news/world/764011/muslim-brotherhood-monopoly-over-mosques-gordian-meyer-plath-bfv-saxony-germany

 

Siehe zum Gefährdungspotential der MB auch unsere Beiträge im ILMÖ Jahresbericht 2016.:

 

http://www.initiativeliberalermuslime.org/jahresbericht-11-01-2016/

 

Dr. Vidino, ein international renommierter Kenner der MB, hat schon 2011 ein Paper über die MB in Europa für das ICSR veröffentlicht.:

 

http://icsr.info/wp-content/uploads/2012/10/1300106834ICSRTheNewMBintheWest.pdf

 

Ebenso im gleichen Jahr ein weiteres Paper zu dem Thema bei RAND.:

 

https://intelligence.house.gov/sites/intelligence.house.gov/files/documents/sfr20110413vidino.pdf

 

Aber schon 2005 warnte er vor den Plänen der MB in Europa.

Ein inzwischen als Klassiker einzuordnender Text zum Thema.:

 

http://www.meforum.org/687/the-muslim-brotherhoods-conquest-of-europe

 

Auch wenn die MB in Europa primär zum legalistisch agierenden Islamismus gezählt wird, der keine Gewalt zur Zielerreichung propagiert und anwendet, stellen die Netzwerke eine Gefährdung der inneren Sicherheit aller europäischen Länder dar, weil ihre Aktivitäten darauf gerichtet sind, sich von der Mehrheitsgesellschaft abschottende Gegengemeinschaften zu bilden (Konzepte von al-Wa’laa wa-l-Ba’raa und al-Hisba), wo schariahtische Grundsätze gelten, um irgendwann in der Zukunft ein Chalifat in Europa zu errichten.

 

Dabei muss man sich von der Vorstellung lösen, die europäischen Netzwerke wären aller mit der Mutterorganisation in Ägypten verbunden, da zum einen die MB Netzwerke in Europa im jeweiligen Land eine spezifische Entstehungsgeschichte besitzen.

 

Und es zum anderen primär um die Verbreitung der Ideologie geht, die den Islam als Einheit von Religion und Staat (al-Islam huwa Din wa Daula) propagiert, der den Westen in allen Belangen überlegen ist, womit der Islam in MB Auslegung die Lösung aller Probleme beinhaltet (al-Islam huwa al-Hall), wenn er in einer sozial-integrativen und ökonomisch-gerechten Nizam Islami (Islamische Ordnung) Gestalt annimmt, wo die Hakimiyyat Allah (unbedingte Souveränität Allahs als Tawhid) gilt, weil in der Nizam Islami nur Allah angebetet wird.

Dagegen stellen säkularisierte politische Systeme der Moderne die Jahiliyya (Zeit der vorislamischen Unwissenheit) dar, wo Parteien und Staatsführer angebetet werden.

So die Jahiliyya Ideologie des 1966 hingerichteten Muslimbruders Sayyid Qutb, der als einer der Theoretiker des neuzeitlichen Salafi Dschihadismus von al-Qaidah und DAESH gilt (Qutbismus), da nach seiner revolutionären Ideologie diese Jahiliyya, auch durch Ausübung des gewaltsamen Dschihad, überwunden werden muss, was eine Avantgarde entschlossener Muslime ausführen wird, die die Hidschra (Auswanderung) aus der Gesellschaft vollziehen.

Erst in Ägypten, wo der Nasserismus die MB unbarmherzig verfolgte. Und dann später global.:

 

http://www.academia.edu/3222569/Sayyid_Qutbs_Concept_of_Jahiliyya_as_Metaphor_for_Modern_Society

 

https://www.ict.org.il/Article/1097/Offensive-Jihad-in-Sayyid-Qutbs-Ideology

 

http://ssi.armywarcollege.edu/pubs/parameters/articles/07spring/eikmeier.pdf

 

Wie so eine Nizam Islami unter MB-Ägide aussehen würde, hätte Ägypten gezeigt, wenn der heutige Ra’is el-Sisi die MB damals nicht gestürzt, ihre politische Partei verboten und die Strukturen der MB zerschlagen hätte, weil die Verfassungsvorstellungen der MB auf die Errichtung einer islamischen Nomokratie innerhalb eines schariahtischen Rahmens gerichtet waren, wo keine Geschlechtergleichheit im sozialen Raum und keine Gleichheit der Religionen vorgesehen war, weil das alles „Verwestlichung“ gewesen wäre.

 

Siehe hierzu die Ausführungen zu Artikel 219 der geplanten Verfassung, S.33ff. .:

http://pomeps.org/wp-content/uploads/2013/01/POMEPS_BriefBooklet17_Egypt_web.pdf

 

Insoweit war, ist und bleibt die MB in Ägypten eine islamistische Organisation, die nie eine Versöhnung zwischen islamischer Tradition und Moderne angestrebt hat, weil die westliche Moderne (Verwestlichung) als Wurzel aller negativen Entwicklungen in der islamisch geprägten Welt angesehen wird.:

 

http://carnegieendowment.org/files/muslim_brotherhood_failures.pdf

 

Die Einstufung mancher medial bekannter „Experten“ von der MB als „gemäßigte Islamisten“ braucht daher nicht weiter thematisiert zu werden, weil die MB Islamisten mit einer religiös unterfütterten politischen Ideologie sind, die im Gegensatz zum Salafi Dschihadismus/ militanter Islamismus derzeit keine Gewalt propagieren und ausüben, weil man legalistisch (unter Ausnutzunge der Freiräume, die von der jeweiligen Verfassung gewährt werden) mehr erreichen kann.

Das ändert aber nichts an ihren Zielen in Europa, die darauf gerichtet sind, die hier geltenden verfassten Ordnungen im Zeitablauf zu überwinden.

Das gilt ebenso für die junge Generation der Akteure der MB in Europa, die in der Regel keine Mitglieder der MB in Ägypten sind, da hinter ihrem Image als „JUNG, MODERN und DIALOGBEREIT“ die MB Ideologie steht, die sich im Kern seit 1928 nie geändert hat.

So war auch die Mutterorganisation der MB in Ägypten vor ihrem Verbot als terroristische Vereinigung nichts anderes als eine an sich selbst erstickende Massenorganisation, die von einer Gruppe alter Männer geführt wurde, die teilweise ihre islamistische Sozialisation in der Auseinandersetzung mit dem Nasserismus durchlaufen hatten. Gleichzeitig wurden immer wieder reformistische Kräfte aus der MB gedrängt, die sich dann teilweise dem Salafi Dschihadismus anschlossen.

Zudem können die MB Netzwerke in Europa als Durchlauferhitzer in das Spektrum des Salafi Dschihadismus dienen, wenn einzelne MB Funktionäre im Innenverhältnis Gewaltausübung zur Zielerreichung befürworten, womit Anhänger der MB das Opfer dschihadistischer Talentspotter werden können, die den gewaltsamen Dschihad als Fard Ayn propagieren.:

 

https://app.box.com/s/nybib1sycco1x1c8e4t0

 

Ebenso haben sich einschlägig bekannte „Islamophobie-Experten“ aus Islam- und Politikwissenschaft zu Helfern der MB in Europa gemacht, da jede Kritik am Islamismus mit inhaltsleeren und moralinsauren Leerformeln wie „Islamophobie“ und „anitmuslimischen Rassismus“  diskreditiert und stigmatisiert wurde, um eine Diskussion über das Thema zu verhindern, womit die MB seit Jahren ungestört ihre Ziele verfolgen konnte, da notwendige Diskussionen aus Konfliktscheu und Angst vor gesellschaftlicher Ächtung unterblieben.

Es empfiehlt sich daher, den Hintergrund und die Finanzströme dieser selbsternannten Experten genauer zu untersuchen, weil da manche Überraschung wartet.

 

Insgesamt gesehen, sind jetzt die politisch-gesellschaftlichen Multiplikatoren und Entscheidungsträger auf nationalstaatlicher und europäischer Ebene gefordert, weil es um die Frage geht, wie man der MB in Europa in Zukunft begegnet, um ihren gesellschaftlichen, sozialen und politischen Einfluss auszutrocknen, der sich über Jahrzehnte in Teilen der muslimischen Communities verankern konnte, während westliche „Eliten“ in Politik, Kirche und Gesellschaft sich zu willigen Erfüllungsgehilfen der MB degradier(t)en.

 

Es gilt somit das, was Dr. Albayati seit Jahren anmahnt:

Die Muslimbruderschaft und den politischen Islam in Europa stoppen“.:

 

https://ameralbayati.wordpress.com/2017/03/25/die-muslimbruderschaft-und-den-politischen-islam-in-europa-stoppen/

 

Wenn nicht anders, dann in letzter Konsequenz auch durch Betätigungsverbote.:

 

http://www.schlaglichter.at/die-politik-schuetzt-islamisten/

 

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Amer-Albayati-Radikal-Islamisten-sofort-stoppen/229775800

 

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Dr. Amer Albayati, Islam- und Terrorexperten
Präsident, Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ
Mobiltelefon: 069910333243
Email: info@initiativeliberalermuslime.org
Internetpräsenz: www.initiativeliberalermuslime.org

Dr. Thomas Tartsch; Politikberatung und Beratung Terrorism-Counterterrorism
E-Mail: info@thomastartsch.org
Internetpräsenz: www.thomastartsch.org

 

Copyright und alle Rechte:

Bei den jeweiligen Autoren, Dr. Amer Albayati/ILMÖ und Seifert-Verlag/Wien.

 

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A Landmark Austrian Government Report Warns Against Muslim Brotherhood Activism in the Country

Geheimnisumwobener Bericht

A Landmark Austrian Government Report Warns Against Muslim Brotherhood Activism in the Country

Liebe Freunde,

angeblich wurde heute ein 60 seitiger Bericht über die Aktivitäten der islamistischen, terroristischen Muslimbruderschaft in Österreich veröffentlicht. Doch es ranken sich darum nur zahlreiche Gerüchte. Der Wissenschaftler Lorenzo Vidino soll an seiner Erstellung beteiligt gewesen sein und die Universität Wien und öffentliche Stellen eingebunden sein. Doch um das zu erfahren muss man arabisch oder englisch sprechen, weil zwei saudische Medien diese Studie bejubeln. Mir ist dieses Werk in Österreich noch nicht untergekommen.

Bitte lesen Sie hier auf Englisch:

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://eng.majalla.com/2017/09/article55254475/exclusive-landmark-austrian-government-report-warns-muslim-brotherhood-activism-country

und hier auf Arabisch:

https://aawsat.com/home/article/1019801/%C2%AB%D8%A7%D9%84%D8%A5%D8%AE%D9%88%D8%A7%D9%86-%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%B3%D9%84%D9%85%D9%88%D9%86%C2%BB-%D8%A7%D8%B3%D8%AA%D8%BA%D9%84%D9%88%D8%A7-%D8%A3%D9%85%D9%88%D8%A7%D9%84-%D8%A7%D9%84%D8%AD%D9%83%D9%88%D9%85%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%86%D9%85%D8%B3%D8%A7%D9%88%D9%8A%D8%A9-%D9%84%D9%86%D8%B4%D8%B1-%D8%A7%D9%84%D8%AA%D8%B7%D8%B1%D9%81

«الإخوان المسلمون» استغلوا أموال الحكومة النمساوية لنشر التطرف

Ich habe die Bücher von Lorenzo Vidino gelesen. Er beschreibt die Probleme an der Oberfläche gut. Aber er verharmlost am Ende des Tages Organisationen wie die Muslimbruderschaft und das ist ein schwerer Fehler. Ich stelle aber noch eine wichtigere Frage: Wer hat die Finger im Spiel, wenn zwei Medien in der Hand des Königreichs Saudi Arabien über etwas schreiben, was es in Österreich noch gar nicht gibt? Falls es diesen Bericht jemals geben sollte, mahne ich alle Leser zu höchster Vorsicht. Vielleicht sind hier saudische Ideen eingeflossen, ohne, dass wir Österreicher jemals etwas davon erfahren hätten sollen? Vielleicht werden die Muslimbrüder in dieser Schrift sogar verharmlost oder wir sind am Ende nur ein Spielball von wahabitischen Interessen?

Politischer Islam ein Staat im Staat in Europa?

http://www.atheisten-info.at/infos/info3727.html

Politischer Islam ein Staat im Staat in Europa?

Was tun?, fragt dazu Amer Albayati, Präsident der „Initiative Liberale Muslime Österreich“ – ILMÖ –  in seiner Aussendung vom 28.8.2017:

Lange Zeit haben bestimmte Politiker durch ihr opportunistisches Kalkül den national-fundamentalistischen Islamisten und ihrer politischen Ideologie, sowie ihren dubiosen Organisationen mit der Hilfe von manchen Journalisten vielseitig geholfen.

Diese Verhältnisse muss man als Staat im Staat bezeichnen, weil dadurch die radikalen Islamisten so stark geworden sind, dass sie in diversen Bereichen schalten und walten können, wie sie wollen.

Europa ist immer mehr zur Tribüne geworden, für Terroristen, radikale Islamisten, die Terrororganisation Hamas, die Kalifat-Partei Hizb ut-Tahrir und Salafisten, Erdogans Marionetten, sowie die Muslimbrüder, egal welcher Nationalitäten oder Ethnien sind. In diesem Bereich muss man alle falschen ideellen und materiellen Unterstützungen für national-fundamentalistische islamistische Kräfte zu beenden. Man hat hier alles miterlebt, und braucht nur in Google zuschauen und wird meine Aussagen bestätigt finden.

Aber dank der verantwortlichen Ministerien und ihrer Organe ist unsere Sicherheit bis jetzt trotz der Verluste von vielen unschuldigen Menschenleben relativ unter Kontrolle und einigermaßen bewahrt, trotzdem müssen wir wach bleiben, wir müssen nicht mit dem Terror leben, wie mache behaupten, sondern den Terror von den Wurzeln her richtig bekämpfen, dafür gibt es noch viel Nachholbedarf, weil kein Land in Europa wird von den Terror verschont bleiben.

Um die gegenwärtigen Bedrohungen radikal-islamistischer sowie demokratiefeindlich-salafistischer Gruppierungen langfristig abwehren zu können, müssen einerseits die Erfahrungen einzelner europäischer Länder hinsichtlich der Ausbildung und Lehre der islamischen Theologie aufgegriffen und auf europäischer Ebene institutionalisiert werden. Andererseits muss die Erarbeitung zukunftsfähiger Konzepte zur Integration des Islams in Europa die Realitäten des 21. Jahrhunderts berücksichtigen und klassische Vorstellungen kritisch hinterfragen, um einen “Islam mit europäischer Prägung” ohne äußeren kulturellen oder politischen Einflüssen entstehen zu lassen. Denn aus den bisherigen Schwierigkeiten und Mängeln, sowohl inhaltlicher als auch organisatorischer Natur, müssen die nötigen Lehren endlich gezogen werden.

Vor allem muss Christenverfolgung, Antisemitismus und Hass gegenüber Andersdenkende wie Humanisten, sowie alle nicht islamisch Glaubende als Ungläubige zu bekämpfen und zu terrorisieren gestoppt werden.

 

Wo bleibt ein Terrorbekämpfungsplan?

http://www.atheisten-info.at/infos/info3716.html

Es fehlt ein effektiver gemeinsamer europäischer Terrorbekämpfungsplan

Der von der Terrororganisation des sogenannten Islamische Staates – IS -angekündigte 5. Plan, der offene Krieg gegen die Ungläubigen mit einfachen Mitteln, wie durch geliehene Autos oder mit Messer, ist schon längst grausame Realität geworden, trotzdem fehlt ein effektiver gemeinsamer Plan zur ernsthafte Bekämpfung des Terror in Europa.

Nach jedem Terror hören wir von den Politiker nur Verurteilungserklärung, dann wird in aller Gelassenheit gewartet, bis der nächste Terror in Europa passiert, anstatt dem Terror entgegenzutreten auf Basis eines einheitlichen Terrorbekämpfungsplans für ganz Europa, der leider bis jetzt nicht existiert.

Wenn man die Wurzeln nicht erkennt, kann man nicht den Terror nicht richtig bekämpfen!

In den Rahmen eines effektiven Plans zur Bekämpfung des Terror gehört, dass jedes europäische Land seine Hausaufgaben machen muss: Bekämpfung des fundamentalistisch-extremistischen Salafismus, der Muslimbrüder und ihrer dubiosen Organisation als Ziehmutter alle radikalen Islamisten und Terrororganisationen.

Wertevermittlung im Kinderalter beginnen in den islamischen Kindergärten, Schulen und Moscheenvereine, was durch die Isolation der Kinder und Jugendlichen dazu führt, dass Parallelgesellschaften entstehen.

Zu thematisieren und zu stoppen sind auch Christenverfolgungen, Antisemitismus und überhaupt der Hass gegen alle Andersdenkenden wie Humanisten usw.

Unsere Warnungen (5. Welle des Terrorismus) haben sich wieder bestätigt!
Deshalb wiederholen wir: die Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ verurteilt den Terror!

Dr. Thomas Tartsch sagt zur aktuellen Lage:

Ungewöhnlich schnell hat DAESH über sein Sprachrohr ‚Amaq die Verantwortung für den Anschlag in Spanien vom 17.8. übernommen, der nach Eigenaussage von DAESH von Soldaten des Islamischen Staates ausgeführt wurde. Bei früheren Anschlägen dauerte es mitunter Tage, bis ‚Amaq solche Bekennernachrichten verbreitete.

Sollten die laufenden Ermittlungen Zusammenhänge und Verbindungen zwischen Attentätern und DAESH ergeben, könnte dies ein Hinweis aus die verzweifelter werdende Lage von DAESH Core in Syrien sein, wo die Reste des Kalifates demnächst fallen werden.

DAESH hat daher dringend mediale Erfolgserlebnisse benötigt, um von seiner realen Lage abzulenken. Und eventuelle Anhänger in Westeuropa zu weiteren Attentaten zu animieren.

Die Frage bleibt, ob jetzt weitere Anschläge in Westeuropa in kurzer Frequenz folgen werden.

Spanien selbst war schon am 11.03.2004 Ziel einer Large-Scale Attack auf mehrere Züge in Madrid (M-11-style Attacks), wobei 191 Soft Targets starben. 2008 wurde in Barcelona ein M-11-style Attack verhindert.

In den letzten Jahren hat sich das Land, insbesondere durch seine geografische Nähe zu Nordafrika, zu einem europäischen Hotspot des global agierenden Salafi Dschihadismus entwickelt, wobei die spanischen Sicherheitsbehörden in der Vergangenheit mehrere Anschläge verhindern konnten.

Trotzdem wurde Spanien, nach Frankreich, bisher am schwersten vom Salafi Dschihadismus (und dem Terrorismus der ethnisch-separatistischen ETA, die den bewaffneten Kampf inzwischen aufgeben will) getroffen. Und ein Ende bez. des Salafi Dschihadismus ist für Spanien nicht absehbar.

Wie für jedes westeuropäische Land, da der Salafi Dschihadismus auf nationaler, europäischer und globaler Ebene eine der Hauptherausforderungen der nächsten Jahrzehnte bleibt.

www.thomastartsch.org

Hier Links zu diesem Themenkreis:

Hat Europa den Terror gezüchtet!?
Der Krieg des IS
Wir haben Seiten Jahren immer von blutige Terror gewarnt, aber leider hat keine gehört
Kepel/Albayat/Tartsch: Zerstörung Europas durch religiös unterfütterte Bügerkriege postheroischer Gesellschaften
Albayati/Tartsch: Gegen die Angst in der Diskussion über die Thematik „Islam und Gewalt“ – Verbot der radikalen Islam-Szene notwendig