Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ Jahresbericht

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Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ Jahresbericht

Dienstag, 14.2.2017

Europa zwischen Realitäten und Vision – Beiträge von fünf bekannte kritische Autoren mit verschiedene Haltungen und Meinungen sowie Themen:

Europa im Schatten des Terrors
Europa im offenen Krieg mit dem Terror. Wie bedrohlich ist der Terror für Europa? Europa vor neuen Herausforderungen!

Von: Dr. Amer Albayati

Das aktuelle Buch noch in Arbeit von Dr. Amer Albayati, Islam- und Terrorexperte, beantwortet alle relevanten Fragen betreffend den Terror in Europa. Woher kommt er? Wer steckt hinter ihm? Was sind seine Ziele und Absichten? Wie wird er finanziert? Wie hängt er mit dem Islam zusammen? Gibt es geostrategische Interessen in Zusammenhang mit dem Terror? Existieren unbekannte Verschwörungen – Hintermänner hinter den Hintermännern? Besonders brennend sind aber die Fragen nach der Effizienz eines möglichen Verteidigungskampfes. Kann man den Terror aktiv und gezielt bekämpfen? Kann man seine Ursachen beseitigen, um ihn zu beenden? Wer hat die Mittel und Möglichkeiten dazu? Und wer trägt die Verantwortung?

Das Buch ist gleichermaßen von großem Interesse für die Politiker, die Medien und für d ie Leser sein. Es versteht sich als Vademekum (Ratgeber und Leitfaden) des Überlebens im 21. Jahrhundert.

Die Arbeit liefert dokumentierte Fakten, Hintergrundwissen, -Fakten-Analysen und Einschätzungen auf der Basis langjähriger Erfahrungen, spezifischer Expertisen und eines weltweit einzigartigen Netzwerkes an Kontaktpersonen und Informationslieferanten. Das ambitionierte Ziel: Die Terrorgefahr in Europa endlich richtig einzuschätzen und sie gezielt und ernsthaft zu bekämpfen.

Die Autoren wollen keine einfachen, fertigen Rezepte geben, die die kann es nicht geben. Vielmehr sollen Bausteine und flexible Anregungen erarbeitet werden, mit denen öffentliche Verantwortungsträger zu den Wurzeln des Terrors gelangen und diese kappen können. Islamische Radikalisierung und politische Agitation, Gewalt und Attentate, Antisemitismus und Christenhass – wie kann die Spirale des Bösen gestoppt werden?

Auch Österreich bleibt vor der Gefahr nicht verschont. Die Jihadisten wollen bis 2020 auch Österreich erobern.
Laut IS 6. Phase ab 2016/17 (Die Phase der Konfrontation)

Die Truppen des Islamischen Staates sollen gegen „Ungläubige“ vorgehen. Es kommt zum „totalen Krieg“.
7. Phase bis 2020 (Die Phase des endgültigen Sieges)

Es soll zu einer finalen Konfrontation mit dem Westen kommen. Die Jihadisten sollen danach große Teile der Welt beherrschen. Auch Österreich, dass Teil von Oropba werden soll, soll dann unter ISIS-Herrschaft stehen.

Aber wenn Europa nicht imstande ist, den Frieden und die Sicherheit seiner Bürger zu schützen, ist es nicht imstande, weiter zu existieren.

Der politisch organisierte Islam, zu dem besonders die Muslimbruderschaft-MB und die Salafistenbewegung gehören, sind eine latente Gefahr, die in Europa längst Wurzeln geschlagen hat. Auch andere radikale Islamgruppen sind in den konservativen und undemokratischen islamischen und arabischen Ländern entstanden und haben hier längst ein konkretes Bedrohungspotential entfaltet.

Europa darf diese destruktiven und dubiosen islamistischen Einrichtungen im Rahmen einer falsch verstandenen Integration nicht entschuldigen oder gar indirekt unterstützen. Die Werte und Traditionen Europas und sein Kulturfundament sind unveräußerlich. Das ist der geistige Ausgangspunkt dieses Buches.

Seine Aussage wird eine neue Seite in der Geschichte der Terrorismusforschung und Bekämpfung aufschlagen.

„Ich habe Morddrohungen von IS-Terroristen bekommen, von Tschetschenen, Bosniaken, Türken und Arabern wie Firas H.
Firas H. ist als IS-Kämpfer in Syrien getötet worden. Er hatte auf Facebook ungefähr tausend Sympathisanten aus Österreich, mehrere tausend aus Deutschland. Viele von ihnen sind in Syrien getötet worden, doch mehrere hundert sind nach Österreich zurückgekehrt. Ihretwegen stand ich sieben Monate lang 24 Stunden pro Tag unter Polizeischutz. Wega und Cobra sei Dank, mehr will ich wegen meiner Sicherheit nicht sagen. Vor ein paar Monaten ich habe einen von ihnen in der U-Bahn getroffen.“

Terror und Hetze gegen Amer Albayati!
Morddrohungen vom IS und neuen Hasspostings – Kampagne gegen Amer Albayati als Waffe der radikalen Islamisten und ihrer Helfer – gibt es keine Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit mehr!?

Es geht um uns alle an
Ich bekomme ständig weitere Drohungen von radikalen Islamisten und ihren Helfern, speziell von den Muslimbrüdern vor allem über Facebook. Ich habe in diesem Rahmen zwei Anzeigen bei der Polizei wegen der Hasspostings in Facebook erstattet. Dies wegen meiner Buchpräsentation, vor allem wegen meines letzten Vortrages und der Aktion gegen das Kopftuch, das es im Koran gar nicht gibt. Dies ist meine dritte Anzeige die sich gegen den Leiter eines Islamischen Friedhofs richtet.

Danke an alle Freunde für ihre Solidarität. All diese Postings stellen grobe Verletzungen der Meinungsfreiheit und der Menschenrechte dar, rufen zu Hass, Intoleranz und Verfolgung Andersdenkender auf und sind abzulehnen und zu unterbinden. Das ist kein Umgang für eine aufgeklärte, zivilisierte europäische Gesellschaft. Auch strotzen die Postings vor Unwahrheiten und an den Haaren herbeigezogenen Verleumdungen.
Diese Facebook-Hassprediger und andere radikale Islamisten kann aber leider niemand stoppen, solange bestimmte Politiker und manche Journalisten, solche Aktionen bagatellisieren, ja so gar unterstützen, und zwar ideell und materiell. Das macht mir immer mehr Angst.
Islamophobiekeule versuch Kritiker mundtot zumachen.

Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug friedlich weiter kämpfen. Meine Freunde geben mir überall die Kraft, ich darf sie und mich nicht enttäuschen, koste es was wolle.
Islamophobiekeule ist ein niederträchtiges Werkzeug radikaler Islamisten
– radikale Islamisten erfanden „Islamophopie“ zur Imagepolitur – Islamophopie-Lüge schützt radikale Islamisten

Die Initiative Liberaler Muslime – ILMÖ ist der Meinung, Islamkritik und Meinungsfreiheit können niemals Islamophobie oder Rassismus sein. Vielmehr verstecken sich radikale Islamisten hinter diesem künstlichen Begriff. Sie wollen mit der Islamophobiekeule jegliche Kritik und Meinungsfreiheit in Europa verhindern und einen Feldzug gegen Kritiker starten. Ja, wir haben Angst. (Leider werden Islamkritiker auch von Politikern und Gutmenschen der Islamophobie bezichtigt um Kritik an der von den Politikern zu verantwortenend Islamisierung auszuschalten).

Es handelt sich um eine europaweite konzertierte Kampagne gegen die Meinungsfreiheit, der sich alle aufgeklärten Menschen und liberalen Muslime in den Weg stellen müssen. In der Vergangenheit waren derartige Äußerungen und Veranstaltungen in Europa meist dazu angetan, unter dem Deckmantel des Kampfbegriffes „Islamophobie“ jegliche Kritik am Islam und an radikalen Islamisten wie der Muslimbruderschaft, Millî Görüş, Atib oder Salafisten im Keim zu ersticken.

Die Kopftuch- Heuchelei muss endlich aufhören!
Im Koran gibt’s weder Kopftuch Hijab, Niqab, Burka, Tschador oder eine Ganzkörperverschleierung, das sind Symbole radikaler Islamisten, um die Frauen zu unterdrücken und zu versklaven. Kopftuch bei Kindern und Schülerinnen sind strengstens zu verbieten.
Es ist verwunderlich, dass bestimmte Politiker und manche Journalisten das unterstützen, entweder sind die ahnungslos oder dumm oder beides, was noch schlimmer ist.

Solche Volksverdummung muss in Europa sofort gestoppt werden!
Im Islam gibt es keine Seelsorger, auch das ist eine Täuschung die nicht länger geduldet werden sollte!
Das Grundübel in Auslegung der islamischen Lehre ist, dass nur ein Gotteskrieger mit Sicherheit und direkt ins Paradies gelangt. In ein Paradies in dem  Huris, Jungfrauen auf ihn warten und ihm unendliche Sinneslust bereiten. Das ist der Grund weshalb junge extremistische Islamisten sich und möglichst viele vor allem Ungläubige in die Luft sprengen.

 

Dr. Amer Albayati
Islam- und Terrorexperte

Präsident
Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ

Tel: +43(0) 69910333243

E-Mail: initiative.liberaler.muslime@gmail.com
Web: www.initiativeliberalermuslime.org

 

 

Einführung des Ethikunterrichtes erforderlich

Von: Dr. Gerhard Engelmayer

Freidenkerbund Österreich hatte 2 wichtige Schwerpunkte: Säkularität (Weltlichkeit oder Trennung von Religion und Staat) in den Schulen durch eine Internet-Plattform www.secularschools.org

Konfessionsfreie Menschen werden immer mehr, dennoch gibt es immer noch sehr viele konfessionelle Schulen und Kindergärten. Eltern haben wenig Information darüber, ob die Schulen weltlich oder religiös orientiert sind und was tatsächlich in den Religionsstunden und im sonstigen Unterricht vermittelt wird. Säkular eingestellte Menschen wollen ihre Kinder nicht im Geiste einer Religion erzogen wissen, schon gar nicht, wenn diese autoritäre Züge besitzt, sondern sie möchten, dass Religion als Wissensinhalt vermittelt wird, im Sinne eines Religionen- und Ethikunterrichtes, um allgemeingültige Werte vermittelt zu bekommen und das Verständnis für andere Religionen aufzubauen. Säkularität wird von ihnen oft als Grundlage unseres toleranten aufgeklärten Zusammenlebens verstanden. Religiöse Eltern wollen sicherstellen, dass die Kinder bewusst religiös erzogen werden, und ihnen die Werte der Religion, vor allem der eigenen, vermittelt werden. Unsere Initiative eine Internet-Plattform http://www.secularschools.org informiert Eltern und sorgt für mehr Übersicht und Transparenz. Voraussetzung ist, dass auch die Schulen freiwillig mitmachen.

Säkularität durch die Einführung des Ethikunterrichtes

Die derzeitige Situation des Religionsunterrichtes nach langem Test für Ethikunterricht ist unhaltbar. Der  Ethikunterricht darf keine Krücke für vom Religionsunterricht abgemeldete sein, sondern hat seine eigene integrations- und demokratiepolitische Berechtigung, ja Notwendigkeit. Vor allem der vom Staat unterstütze Islamunterricht, der teilweise von Demokratiefeinden abgehalten wird (Khorchide-Studie 2008), müsste durch Ethik abgelöst werden. Er unterliegt offenbar einem hohen sozialen Druck innerhalb der Community, sodass das gesetzlich vorgesehene Abmeldeverfahren nur unzulänglich wirksam werden kann. Dazu kommt neuerdings die Prägung der Kinder in islamischen Kindergärten, die mit liberalen, aufgeklärten Wertvorstellungen konkurrieren muss.

Im Interesse einer pluralistischen Gesellschaft muss der Ethikunterricht statt Religionsunterricht mit gut abgestimmten Lehrplänen für alle eingeführt werden, am besten vom Kindergarten an. Teil des Lehrplans soll Religion als Wissensstoff sein, nicht aber als Glaubensinhalt. Leitmotiv dieser Lehrpläne müsste 200 Jahre nach Kant die Vermittlung von Bildung über sittliche Ordnungen und die Erziehung zum kritischen Denken sein, statt zur Unmündigkeit religiöser Begeisterung. Damit wird der Erziehung zu den im Schulunterrichts-Gesetz festgelegten Zielen, wie selbständigem und kritischem Denken, zur Toleranz und zum gegenseitigen Verständnis am besten gedient sein.

Eltern sollen die Freiheit haben, ihre Kinder in ihrem religiösen und sittlichen Sinn zu erziehen, dafür aber den Staat und seine Mittel in Anspruch zu nehmen, ist nicht zeitgemäß. Das Interesse des Staates besteht in einem verständnisvollen Miteinander aller. Dem dient das Werkzeug des Ethikunterrichtes am besten. Wir unterrichten ja auch „politische Bildung“ und nicht „ÖVP-Unterricht“ oder „SPÖ-Unterricht“ etc.

Wesentlich ist der mangelnde Befund einer positiven erzieherischen Wirkung des Religionsunterrichts auf den Charakter, d.h. zum besseren Menschen. Die Wirkung beruht auf Glauben und nicht auf objektiver, wissenschaftlicher Basis. Für diesen Posten werden aber zig  Millionen ausgegeben. In gleicher Weise werden auch homöopathische Mittel aufgrund fehlender wissenschaftlicher Evidenz nicht von der Krankenkasse bezahlt, obwohl manche Patienten fest daran glauben.

Wenn aber die Religionserziehung das Ziel hat, den Kindern eine von den Eltern gewünschte auf Tradition basierende Identität zu vermitteln, dann ist das nicht Aufgabe des Staates, sondern eben der Eltern. Die vom Staat vermittelbare Identität ist das staatliche Gemeinwesen und wird durch den Religionsunterricht sogar in gewisser Weise konterkariert (staatlicher Einfluss der Türkei via ATIB auf muslimischen Unterricht).

Ethikunterricht sollte nur von befugten, entsprechend ausgebildeten, in keinem Fall aber auf Dauer von Religions-Lehrern erteilt werden, da sonst ein Religionsunterricht „durch die Hintertüre“ zu befürchten ist. Diese Lehrer sind ja auf die Vermittlung von monotheistischem, autoritärem Gedankengut eingeschworen und kommen daher in einen unlösbaren Gewissenskonflikt, wenn sie ihrer Aufgabe als Ethiklehrer nachkommen. Zum Beispiel  ist ein katholischer Religionslehrer dem Glaubenssatz verpflichtet, dass der Glaube Vorrang vor der Vernunft hat (Enzyklika „Fides et Ratio“, 1998).

 

Dr. Gerhard Engelmayer
Vorsitzender
Freidenkerbund Österreich und des Zentralrates der Konfessionsfreien

Mobiltelefon: +43(0) 699 122 44 242
Fax: +43(0) 2252 700 438

Email: engelmayer@aon.at

 

 

WIE GEFÄHRLICH IST DER RELIGIÖSE FUNDAMENTALISMUS?

Von: Dr. Theodor Much

Religiöser Fundamentalismus ist gefährlich, ganz besonders wenn Fundamentalisten davon überzeugt sind, dass jedes Mittel recht ist, um ihren Glauben in der Welt zu verbreiten.

Was kennzeichnet den religiösen Fundamentalismus aus?

  1. Der unbedingte Glaube an die absolute Unfehlbarkeit ihrer heiligen Schriften, da dieser – wie sie meinen – „Gottes wortwörtlichem Diktat darstellt.
    2. Die Opposition gegen „Modernität“, sodass im Falle von Widerspruch zwischen Modernität und Tradition, die Tradition immer im Recht ist.
    3. Negierung des religiösen Pluralismus, ganz besonders innerhalb der eigenen Religion.
    4. Das Bestreben fanatischer Gruppierungen, ihr Verständnis der Religion andersdenkenden  Menschen mittels Mission – auch gewaltsam – aufzuzwingen,
    5. Der Versuch das Rad der Zeit zurückzudrehen.
    6. Viele, wenn auch nicht alle Fundamentalisten, hassen „Ungläubige“, Homosexuelle und Frauen (die man als minderwertig ansieht).
    7. Die Faszination des Märtyrertums, und die damit verbundene Bereitschaft sich und andere (Unschuldige) im Namen ihres Gottes umzubringen.
    8. Die Ablehnung einer Trennung von Staat und Religion, mit dem Bestreben einen „Gottesstaat“ zu errichten.
    9. Absolute Unfähigkeit zur Selbstkritik.
    10. Scharfe Gegnerschaft zur (kritischen) Bibelwissenschaft, aber auch zu modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Solch ein religiöser Fundamentalismus macht Angst. Diese Angst wird noch gesteigert, wenn man neuere Umfrageergebnisse unter Muslime der 2. und 3. Generation in Europa analysiert.
Dabei zeigt sich, dass lt. WZB (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), Bielefelder Institut, Amadeu-Antonio Stiftung (Cem Özdemir), Deutsches Institut für Islamfragen und Anti Defamation League, rund 2/3 der Befragten die Einführung der Scharia wünschen und der Überzeugung sind, „dass es nur eine einzig mögliche Auslegung der heiligen Schriften geben kann“. Es zeigt sich auch, dass 44% der Befragten glauben, „dass wer sich für die eigene Religion in die Luft sprengt, ins Paradies gelangt“.
Ausserdem zeigt sich, dass zwischen 50% und 64% der Befragten – je nach Land – Antisemiten sind (in arabischen Staaten sind es an die 90%) und Homosexuelle noch mehr hassen.

Auch wenn Umfrage Ergebnisse stets mit Vorsicht zu geniessen sind, dürfen all diese Antworten – aus „Political Correctness“ – nicht, wie es allzu oft geschieht, negiert werden.

Denn wenn man Fundamentalisten freie Hand lässt, hören Menschlichkeit, Toleranz und Demokratie sehr bald auf, wie auch das Beispiel Malmö zeigt, wo die alteingesessene schwedisch-jüdische Bevölkerung die Stadt in Panik verlässt. Die Gefahr der „Malmöisierung“ ist in ganz Europa, wegen dem Wegschauen der politischen Eliten, akut und bedrohlich.

Aus all dem bereits gesagten, lässt sich folgendes schließen:
Der Staat muss dem Treiben der religiösen Fundamentalisten energisch ein Ende setzen und darauf verzichten, mit derartigen Gruppierungen einen Kuschelkurs einzugehen. Außerdem muss die Politik erkennen, dass es auch einen zeitgemäßen, toleranten und liberalen Islam gibt, der gestärkt werden muss, um früher oder später zum Main Stream Islam zu werden. Doch bisher war die Politik dem liberalen Islam gegenüber blind. Man kann nur hoffen, dass ein baldiges Umdenken in der Politik stattfindet, bevor alles zu spät ist.

Dr. Theodor Much
(Arzt und Sachbuchautor)

 

 

Anmerkungen zur aktuellen Diskussion um Islam und Schariah

Von: Dr. Thomas Tartsch

Die beständig an Bedeutung gewinnende Frage, ob „der Islam“ zu integrieren ist, versandet seit Jahren im Streit um die Bedeutung des Wortes als „Frieden“ oder „Unterwerfung unter den Willen Allahs“ und unscharfen Forderungen wie die Distanzierung der Muslime von „der Schariah“.

Diese weiße Elefanten Diskussionen bedingen eine Oberflächlichkeit ohne Nutzwert und berühren nicht einmal in Ansätzen die teilweise grundlegenden und durch die islamische Historie begründeten Unterschiede zwischen Islam und den anderen monotheistischen Religionen.

Der „Islam“ beinhaltet als definitorische Grundbedeutung eine direkt von Allah gestiftete, an den Religionsstifter Muhammad mittels des Engels Djibril (Gabriel) verbal inspirierte und durch diesen für die damals auf der arabischen lebenden Menschen (polytheistische Araber, Juden und Christen) verkündete Lebensweise als die seit Ibrahim (Abraham) einzig dem Menschen zugedachte Daseinshaltung (Sure 30:30 u.a. Koran)

Diese die Kosmologie und Anthropologie umfassende, ewig gültige und unveränderbare Daseinshaltung ist mit einer die ganze Existenz überformenden Anleitung zur Bewältigung des Diesseits und der Vorbereitung auf das metaphysische Jenseits auf Grundlage des Gesetzes (Schariah) als ein ganzheitliches System verknüpft. So die Sichtweise vieler Muslime, die auch vom organisierten Islam vertreten wird, wobei sich dieser universelle Geltungs- und Regelungsanspruch der Schariah historisch erst bis ins 11. Jahrhundert entwickelt hat.

Das verdeutlicht das Spezifikum der Grundgesamtheit Islam, da Islam sowohl eine durch Riten und Symbole vermittelte Religion als spirituelle Individualerfahrung, Sinngebung der Existenz und Welterklärungsversuch sein kann, von dessen Entstehung 610 – 632 n.Chr. der Koran, als historisch verortetes Dokument aus nichtmuslimischer Perspektive, berichtet.

Ebenso kann Islam aber auch ein religiös-politisches System sein, welches den Blickwinkel auf die Welt mit einem Schema unterlegt, das die Rolle des Menschen im Diesseits von einem transzendenten Standpunkt aus entwickelt.

Im Gegensatz zu Juden- und Christentum etablierte sich der Islam im 7. Jahrhundert auf der arabischen Halbinsel als eine monotheistische Religion, die im Laufe der islamischen Historie nicht nur das Diesseits in einen religiösen Begründungszusammenhang stellte, sondern das Weltliche den Regelungen des gesetzgeberischen Korpus des in seiner heutigen Form erst später entstandenen und nicht kodifizierten Gesetzes (Schariah) unterwarf, dessen inhaltliche Konkretisierung den jeweiligen islamischen Rechtsschulen unterliegt.

Der sich bis ins 9. Jahrhundert ausbildende Islam war damit nicht nur eine an den schon früher auf der arabischen Halbinsel bestehenden Monotheismus andockende religiöse Reformbewegung gegen den herrschenden Polytheismus. Sondern ebenso eine politische Bewegung Muhammads als Kampf um die weltliche Herrschaftsposition innerhalb des Stamms der Quraisch in Makka, die Muhammad nach der Hidschra (Auszug) 622 n.Chr. von Yathrib (Madina) aus erobern wollte.

Dort nahm die erste muslimische Ummah (Gemeinde) mit Muhammad als religiös-politischen Oberhaupt mit eigener Sozialordnung Gestalt an, die nach dem Sieg Muhammads über die Quraisch ab 630 n.Chr. den Weg der Expansion als Glaubens- und Kampfgemeinschaft nehmen sollte, wobei die Einheit der Religion aus primär politischen Gründen seit der Ermordung des dritten rechtgeleiteten Kalifen ’Uthman Ibn ’Affan im Juni 656 n.Chr. zu Aufsplitterung und beständigen Konflikt bis zu innerislamischen Bürgerkriegen führte, die bis heute virulent sind.

Man kann daher Islam entweder als Religion in Form eines durch Riten und Symbole vermittelten Welterklärungsversuchs und eine individuelle Spiritualerfahrung auf der einen Seite und auf der anderen Seite als eine direkt von Allah stammende, die ganze Existenz überformende, den Einzelnen und die Gesellschaft total vereinnahmende Handlungsanweisung mit universellem Geltungs- und Regelungsanspruch definieren.

Letztere kann ein Gewalt- und Konfliktpotenzial enthalten, welches sich gleichermaßen gegen Nichtmuslime, Muslime anderer Glaubensrichtungen, säkular ausgerichtete Muslime und Exmuslime richtet.

So der seit Anfang des 21. Jahrhunderts in Europa als indigene Entwicklung mit Zügen einer Subkultur unter jugendlichen Muslimen und Konvertiten an Anhängern gewinnende, militant ausgerichtete Salafiyya-Islam, der sich am Vorbild von Muhammad und den ersten drei Generationen von Muslimen (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) orientiert, um eine von Unglauben „gereinigte“, am madinensischen Urmodell orientierte und von der Schariah regierte islamische Ummah zu reanimieren, wobei von einigen Salafi Dschihadi Gruppen wie DAESH und al-Qaidah auch die Gründung eines globalen Kalifates angestrebt wird.

Während die individuelle Spiritualerfahrung im persönlichen Rahmen der Ritenpraxis der fünf Pfeiler des Islam weitgehend unproblematisch und damit mit der freiheitlich-pluralistischen westlichen Werteordnung vereinbar ist, richten sich andere Ausformungen, etwa in Gestalt der ideologisch aufgeladenen Spielarten des Islamismus seit der Gründung der ägyptischen Muslimbruderschaft 1928 und der Salafi Dschihadismus seit der Endphase des antisowjetischen Dschihad in Afghanistan 1979-1989 mit Gründung von al-Qaidah 1988, gegen grundlegende Werte- und Normenstrukturen der westlichen Gesellschaften.

Dieser ideologisch aufgeladene Islam verspricht eine ökonomische, politische, soziale und religiöse Utopie, wenn die Welt letzten Endes Allah und dem schariahtischen Recht unterworfen sein wird.

Dies zeigt sich unter anderem in der Bestrebung, die gesamte Schariah in Form eines globalen Kalifates unter Überwindung bestehender verfasster Ordnungen einzuführen, weil Islam angeblich nur dann Religion sein kann, wenn dieser in einer islamischen Nomokratie auf Grundlage eines strengen Literalismus schariahtischer Quellen gelebt wird.

Hierbei handelt es sich nicht nur um den religiösen Teil der Ritenpraxis (Ibadat), der islamischen Grundüberzeugungen (Aqida) und die Ethik- und Morallehre (Achlaq). Sondern auch um das Zivil- und Strafrecht. Sowie das Völker-, Fremden-, und Kriegsrecht zur Führung des gewaltsamen Dschihad (Siyar), die zum weltlichen Teil (Muamalat) der Schariah gehören.

Die traditionelle islamische Jurisprudenz (fiqh), die sich der Gewichtung und Interpretation von Koran und Sunnah als Primärquellen der Schariah widmet, beschränkte dagegen die Anwendung der Normen nicht allein auf ihren Wortlaut, sondern setzte sich insbesondere auch mit dem Sinn und Zweck (Maqāșid) der Schariah auseinander. Zu den prominentesten und viel zitiertesten Autoritäten dieser Strömung  gehört der Gelehrte al-Ghazālī (gest.1111 n.Chr.), der den Schutz fünf wesentlicher Grundgüter auf Grundlage der Schariah für unabdingbar hielt: Religion, Leben, Vernunft, Nachkommenschaft und Eigentum (in: al-Mustaṣfā fī ʿilm uṣūl al-fiqh („Das Ausgewählte in der Wissenschaft von den Grundlagen des Verstehens“); 1109 n.Chr./Nischapur).

Damit kann das wesentliche Ziel der Maqāșid-Theorie in der Erforschung aller vom göttlichen Gesetzgeber festgelegten und vom Religionsstifter Muhammad etablierten Gebote und Verbote, das Gute zu fördern, den Menschen Nutzen zu bringen und sie vor dem Bösen, dem Schaden und dem daraus resultierenden Leiden zu schützen, gesehen werden.

Schariah, was häufig vereinfachend mit “islamisches Recht” übersetzt wird, meint damit in einem untechnischen Sinne den “Weg zur Quelle” oder den “Weg zum Glauben”.  In einer umfassenderen Bedeutung meint Schariah den Weg, wie ein Muslim sein Leben nach Maßgabe des Glaubens ausrichtet. Somit definiert sich Schariah als Gesamtheit der islamischen Werte-, Normen- und Rechtslehre einschließlich der Methoden für deren Auffindung und Interpretation, mit welcher dieser Weg beschritten werden kann.

Daher muss die gesellschaftliche Diskussion geführt werden, welche Teile der Schariah mit dem geltenden Normen- und Wertekanon vereinbar sind, da immer wieder die generalisierte Forderung erhoben wird, Muslime sollten sich im Zuge einer definitorisch vage bleibenden vollständigen Assimilation von „der Schariah“ distanzieren.

Hierzu wird hier die immer gestellte Forderung einer vollständigen Assimilation von Menschen islamischen Glaubens in die jeweiligen Aufnahmegesellschaften insoweit konkretisiert, als unter Assimilation der Grad der Aufgabe oftmals erst in der Aufnahmegesellschaft revitalisierter und konservativ gelebter archaisch-patriarchalischer und religiöser Werte- und Normenstrukturen der Herkunftsgesellschaft als letzte Stufe von Integration als intergenerativer und ergebnisoffener Prozess in Form voluntativ-identifikativer Assimilation mit der mehrheitlich nichtmuslimischen Gesellschaft zu verstehen ist.

Somit soll und kann ein Freiraum für die religiöse Ritenpraxis, die Grundüberzeugungen und die kompatiblen Teile von Ethik und Moral als Teil der Identitätsvergewisserung im privaten Raum verbleiben.

Gleichzeitig muss aber die Forderung durchgesetzt werden, dass das aus Sittengesetz und neuzeitliche Aufklärung entstandene und hier geltende Rechts-, Normen- und Wertesystem, wie in Fragen der Geschlechtergleichheit, die Anerkennung der Geltung der von Menschen geschaffenen Gesetze, der bestehende Dualismus von religiöser und politischer Sphäre und die Anerkennung des verfassungsrechtlich garantierten religiösen Pluralismus, befolgt wird.

Derzeit bestimmen primär die Vertreter des organisierten Islam und islamistischer Gruppierungen in Deutschland und Österreich als „Mittler“ und „Vertreter aller Muslime“ das offizielle Bild des Islam. Hier ist zu hinterfragen, welche Rolle diese religiös-politisch heterogen ausgerichteten Dachverbände und Moscheegemeinden bezüglich der Integration des Islam spielen, die gesellschaftliche Einheiten nach innen bündeln und als derart aggregierte Interessen- und Wertegemeinschaften von Teilgruppen am gesellschaftlichen und politischen Leben teilnehmen.

Auch Muslime haben, wie alle anderen religiösen und gesellschaftlichen Gruppen innerhalb der Gesamtgesellschaft, das Recht auf das Hineinwirken in den öffentlichen Raum, wobei ihnen jedoch keine religiös begründeten Sonderrechte als Angehörige einer Religionsgruppe zustehen, denn aus den allgemein gewährten religiösen Grundrechten können keinerlei politischen Forderungen abgeleitet werden.

Dies soll hier genügen, um eines zu verdeutlichen: Die Frage nach der Integrationsfähigkeit der Grundgesamtheit Islam kann nicht mit einem Streit um Wortbedeutungen und unscharfen Forderungen beantwortet werden, die nicht einmal im Ansatz bestehende Problemlagen objektiv benennen und Lösungsvorschläge als Handlungsmaximen anbieten.

Ändert sich an der derzeitigen Diskussion nichts, werden Entwicklungen eintreten, die zu Desintegration, Abschottung und neuen Religionskriegen führen können.

 

Dr. Thomas Tartsch
Politikberatung und Beratung Terrorism-Counterterrorism

E-Mail: post@thomastartsch.org
Internetpräsenz: www.thomastartsch.org

 

Fragen zur Zukunft Europas

Von: Dr. Michael Ley

Die Europäische Union hat in der europäischen Flüchtlingskatastrophe wieder einmal grandios versagt: Weder ist sie in der Lage die Außengrenzen entsprechend dem Vertrag von Schengen zu schützen,  noch kann sie die territoriale Zuordnung der Migranten nach den Dubliner Verträgen durchsetzen. Da die Asylgesetze weitgehend durch die Europäische Union geregelt sind, verlieren viele EU-Staaten ihren territorialen Schutz und somit ihre Fähigkeit, im Ernstfall ihre Souveränität im Fall einer Masseninvasion zu verteidigen.

Das Monster EU (Hans-Magnus Enzensberger) wird in den Augen vieler europäischer Bürger weiter an Legitimation verlieren und auf  lange Sicht seinen schleichenden Tod erleben. Damit dürfte die letzte Utopie Europas zu Grabe getragen werden:  Aus dem multikulturellen Traum wird vielmehr ein islamischer Albtraum, Europa droht weitgehend eine kontinentale Libanonisierung: eine ethisch-religiöse Zerstückelung, die an die Zeit des dreißigjährigen Krieges (1618-1648) erinnert.

Nur wenige Staaten in Europa können sich der Islamisierung weitgehend entziehen. Es sind vor allem Länder, die bis zum Zusammenbruch des Kommunismus von der Globalisierung nicht betroffen waren und deshalb auch keine islamische Zuwanderung verzeichneten. Diese mitteleuropäischen Nationen könnten aus den Fehlern der EU lernen und eine neue europäische Gemeinschaft bilden. Den Kern dieses neuen Zusammenschlusses würden die Staaten der Visegrád-Gruppe bilden: In Visegrád wurde am 15. Februar 1991 das Abkommen von den damaligen Gründerstaaten Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei beschlossen, um die Voraussetzungen zu schaffen, nach dem Zusammenbruch des Kommunismus enger zusammenzuarbeiten. Es blieben jedoch nur hehre  Absichten, in der politischen Realität hatte die Integration in die EU für alle diese Staaten höchste Priorität. Erst in der Flüchtlingskrise besinnt sich die Staatengruppe auf ihre gemeinsamen Interessen: die Verhinderung einer Islamisierung.

Diese mittlerweile vier Staaten – nach Teilung zwischen Tschechien und der Slowakei im Jahr 1992 – weisen einen sehr geringen Anteil von Muslimen in ihren Bevölkerungen auf und bieten die Voraussetzung, die alte Mitteleuropa-Idee unter geänderten Voraussetzungen neu zu beleben. Diese Gruppe könnte um Österreich, Slowenien und die baltischen Staaten – Estland, Lettland und Litauen – erweitert werden. Darüber hinaus wäre auch ein Anschluss der deutschen Freistaaten Bayern und Sachsen vorstellbar, wo in einschlägigen Kreisen eine Sezession von Deutschland schon heute thematisiert wird.

Diese Nationen könnten den Kern eines wieder erstarkenden Europas sein, das sich auf seine historischen, kulturellen, religiösen und philosophischen Grundlagen besinnt und seinen drohenden Untergang ernsthaft versucht aufzuhalten. Inwieweit dieses mitteleuropäische Modell für andere Regionen Europas ein Vorbild sein könnte, sei dahingestellt: Die Zukunft eines abendländischen Europas dürfte jedoch in der Sezession liegen.

 

Dr. Michael Ley
Autor- Soziologe und Politologe sowie Privatdozent und freier Wissenschaftler.

Mobiltelefon: +43(0) 699/10103224

Email: michael.ley@utanet.at

 

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