Zur Zukunft von DAESH, wenn al-Mauṣil (Mossul) befreit worden ist

Zur Zukunft von DAESH, wenn al-Mauṣil (Mossul) befreit worden ist

DAESH n. al-Mauṣil: Bestätigung Voraussagen Dr. Tartsch, Zu 100% Bestätigung von dem, was ich zu DAESH vorausgesagt habe:

http://web.de/magazine/politik/Kampf-Islamischer-Staat-IS/islamischer-staat-mossul-abklatsch-al-kaida-31980084

https://theconversation.com/the-battle-for-mosul-is-too-little-too-late-in-the-fight-against-the-islamic-state-67262

„In leading a series of attacks across Iraq, in expanding to Syria and in dislodging Al Qaeda internationally, Islamic State had already become the leading radical Islamist group. If Mosul falls, it can simply revert to type.

One tactic the group may adopt next is to accelerate and increase classic hit-and-run urban terrorist operations throughout Iraq. Now further militarised and sometimes drone-weaponised, this type of operation was tested lethally over the summer in several neighbourhoods of Baghdad.

The second possible pattern – also previewed last year – is redoubled investment in ungoverned spaces and regions in transition where the state is enfeebled. Priority destinations will be Libya and possibly the Sinai. These are two areas where active groups have already pledged allegiance to Islamic State and which are officially considered to be its “regions” (wilayas).“

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Zum Vergleich meine aktuellen Voraussagen, die ohne Kenntnis des Artikels erstellt wurden:

Mögliche zukünftige Entwicklungen nach der absehbaren Vernichtung des Chalifates in 2017:

  1. Rückfall der Reste von DAESH in ash-Sham im Kapf gegen den „Nahen Feind“ in das Stadium einer Insurgency-Group wie die Vorgängeroragnisation Al Qaidah in Iraq (AQI) unter Abu Musab al-Zarqawi, um einen Low Intensity Conflict (LIC) als War of Attrition vor Ort vor der Folie des sich verstärkenden sunnitisch-schiitischen Konfliktes zu führen, was auch für Al Qaidah in Syrien (an-Nusrah) gelten wird, die im Rahmen ihres gewaltsamen Dschihads gegen den „Fernen Feind“ die Errichtung eines Emirates (wie in Yaman, Afghanistan und Kaukasus) anstrebt, was Auswirkungen auf die gesamte Region hätte.
  1. Verlagerung von DAESH Kräfte in andere Länder wie Libyen zur Reorganisation, wo schon ein Footprint und Safe Haven besteht.
  1. Rückkehr der Foreign Fighter in ihre Heimatländer wie die „Araber Afghanen“ nach 1989, was insbesondere die innenpolitische Stabilität Tunesiens gefährdert, von wo die meisten FF in ash-Sham gekommen sind, die primär aus der gut augebildeten Mittelschicht stammen, da der Grund für die Teilnahme am Salafi Dschihadismus nach der Majorität der Studien nicht monokausal mit Armut und objektiv/subjektiv erlebte Diskriminierung erklärt werden kann, da schon die Akteure des neuzeitlichen arabischen und türkischen legalistisch agierenden Islamismus von Hasan al-Banna (Gründer der Muslimbruderschaft) bis Recep Tayyip Erdoğan (AKEPE)  aus der jeweiligen Mittelschicht stammten/stammen. Und in der Regel keine ausgebildeten ‚Uläma (Gelehrte) mit umfassenden religiös-juristischen Wissen waren/sind:

http://dailysignal.com/2015/07/07/poverty-isnt-the-root-cause-of-jihadist-terrorism-heres-what-is/

„It found no correlation between education level or poverty and joining ISIS. While this may not come as a surprise to those who have been following the development of the Islamic State, it delivers a crushing blow to the left’s assertion that the root cause of “violent extremism” is economic.“:

http://aclj.org/jihad/facts-are-stubborn-things-heres-the-real-reason-people-join-isis

Zum muslimischen FF Phänomen seit 1989 ein Paper einer Mitarbeiterin von Prof. Edwin Bakker beim ICCT-The Hague. Einer meiner Lehrer im Bereich Terrorism-Counterterrorism-Countering Violence Extremism (CVE):

 

http://www.governancequarterly.org/de-roy-van-zuijdewijn.html

  1. Weiterhin globale Verbreitung der DAESH Ideologie als Corporate Identity im Rahmen des E-Jihad in sozialen Netzwerken, womit es in der WENA-Region (Westeuropa-Nordamerika) auch die nächsten Jahre zu Anschlägen durch ein heterogenes Täterspektrum (Self Made Jihadists, FF-Rückkehrer, Lone Wolf Fighter, eingeschleuste Kämpfer, Homegrwon Terrorism) kommen wird, wobei keiner dieser Anschläge eine verfasste Ordnung in ihren Grundstücken bedrohen wird, weil es sich um Low Level Terrorism gegen Soft Targets handelt, der primär auf die psychologische Wirkung von Terrorismus als strategische Kommunikation setzt, um den Zusammenhalt westlicher Gesellschaften entlang bestehender religiös-ethnischer Bruchlinien weiter zu erodieren.
  1. Insgesamt gesehen, wird mit der Vernichtung des DAESH Chalifates nicht das Ende der Gruppe und ihrer Ideologie eingeläutet.

Sondern eine Transformation eingeleitet, die schon das Netzwerk al Qaidah um Al Qaidah Core (AQC) in AFPAK öfters durchlebt hat, um sich anzupassen, da Salafi Dschihadismus seit Beginn des „War against Terrorism“ seit Ende 2001 „lernender Terrorismus“ geworden ist.

Dr. Thomas Tartsch

www.thomastartsch.org

Copyright und alle Rechte: Bei den jeweiligen Autoren bzw. bei mir.

Zum Artiekl aus The Conservative: Please do not edit the piece, ensure that you attribute the author, their institute, and mention that the article was originally published on The Conversation.


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