Exclusiv: DAESH an-Naba Newsletter 41 – Propaganda bez. Anschläge Dschld. et al.

Exclusiv: DAESH an-Naba Newsletter 41 – Propaganda bez. Anschläge Dschld. et al.

Aber wegen des aktuellen DAESH an-Naba (die Botschaft) Newsletter – Issue 41 (02.08.2016) mache ich eine Ausnahme, da wir hier ein gutes Beispiel für DAESH Propaganda haben:

https://ia801509.us.archive.org/19/items/gsdqgtez_mail_41/41.pdf

In der Din A 4 Übersicht auf S.2 übernimmt DAESH die faktische Urheberschaft für alle Anschläge der letzten Zeit in Amerika, Bangladesch, Frankreich und Deutschland.

Und wirbt mit „300 Toten und Verletzten“ als Erfolg.

Das umfasst auch beide Anschläge in Ansbach und Würzburg = linke Seite, letzte und vorletzte Angabe von unten nach oben gelesen, da man Arabisch von rechts nach links liest.

Ich damit auch von rechts oben nach links oben zähle, wobei dann die Datumsangaben nicht in der chronologische Reihenfolge der Anschläge stehen, was hier insoweit nicht von Interesese ist, da es um den Gesamteindruck geht, der vermittelt werden soll, da DAESH faktisch für alle Anschläge in letzter Zeit die Urheberschaft übernommen hat, wobei das nach DAESH Propaganda, die über die semi-offizielle AMAQ Nachrichtenagentur verbreitet wird, alles am Ende immer   جنود الخلافة  Dschunud al Chilafa (Soldaten des Chalifates) sind, die Anschläge ausüben.

Ob das dann auch den realen Hintergründen entspricht, ist zweitrangig, da man bei vielen der Attentäter nie den ganzen Verlauf von Radikalisierung und Dschihadisierung wird nachzeichnen können, wobei ich diesen Hype um „Blitz- und alleinige Internetradikalisierung“ kritisch sehe.

Zumal DAESH hier mit 15 Verletzten beim Anschlag in Würzburg übertreibt.

Mit solchen Propagandamittel wirbt DAESH im Rahmen des arabischsprachigen E-Jihad (Electronic Jihad) um Nachahmungstäter, da es derzeit ruhig ist, aber demnächst wieder Anschläge erfolgen werden.

Insoweit die Zeitspannen zwischen den Anschlägen im Rahmen psychologischer Kriegsführung wichtiger sind, da die Anschläge selber, da in diesen „Ruhephasen“ die psychologischen Wirkungen von Terrorismus als Kommunikationsstrategie zur Erzwingung eines bestimmten Verhaltens bei dem als Feind angesehenen, sich entfalten können.

Das kann man derzeit – wie aus dem Lehrbuch – in Frankreich sehen, wo sich die Gesellschaft nach der Ermordung des Priesters immer weit an den ethnisch-religiösen Bruchlinien der ohnehin schon immer fragiler werdenden französischen Gesellschaft, deren Konzept der Staatsbürgernation als Ergebnis von 1789 als Programm zur Integration und identifikativen Assimilation durch die Vergabe der Staatsbürgerschaft (Citoyenneté) seit Jahrzehnten gescheitert ist, beständig auseinanderdividiert:

https://www.dija.de/laenderinfos-frankreich/aktionsfelder-im-kinder-und-jugendbereich-fr/integration-und-inklusion/

Noch eine Reihe von Anschläge.

Und irgendwann wird es zu sozialen Eruptionen kommen, die die französische Gesellschaft dann ganz spalten werden, was DAESH im Frame der Generierung einer „Die (Nichtmuslime) gegen Uns (Muslime)“ Dichotomie als Ergebnis der Anschläge auch erreichen will, da diese aufgezwungene Weltsicht gesellschaftlich mittel – bis langfrstig implantiert wird.

Wie nach der Ermordung von Theo van Gogh 2004 in den Niederlanden, wo eine Tat mit einem Täter und einem Opfer ausgereicht hat, um die Gesellschaft dauerhaft zu verändern, da auch das immer gelobte integrative Poldermodell der Niederlande nur eine verklärte Chimäre war:

http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/57470/hintergruende

Man trotz alle Defizite bez. Integration und identifikative Assimilation in Deutschland und Österreich im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich und Belgien derzeit noch eine „komfortable“ Situation besitzt. Diese aber auch wegbrechen wird, wenn man nach Anschlägen so handelt, wie DAESH und al Qaidah es wollen, weil Salafi Dschihadismus in der WENA-Region (Westeuropa-Nordamerika) zu 90% psychologische Kriegsführung und zu 10% Terrorismus beinhaltet.

Zumal die WENA-Region immer ein Nebenschauplatz bleiben wird, während sich das Schicksal des Salafi Dschihadismus in anderen Regionen entscheidet, was derzeit die Schlacht um Halba (Aleppo) zeigt, wo sich die ansonsten verfeindeten Dschihadi Gruppen verbünden mussten, weil eine Niederlage das Ende des Salafi Dschihadismus als offensiv agierender Akteur in ash-Sham einläuten würde.

Was aber schon bez. DAESH nicht eine Weiterführung des gewaltsamen Dschihad als Insurgency-Group innerhalb eines lang andauernden Low intensity conflict (LIC) als Ausformung des Attrition warfare verhindern wird, da man dann einfach in den Status der Vorgängerorganisation Al Qaidah in Iraq (AQI) zurückfällt.

Und derzeit keine holistisch angelegten Strategien für die Zeit nach einem Ende des Krieges in ash-Sham bestehen, um die multiplen Konfliktlagen lösungsorientiert bearbeiten zu können, womit das dann auf einem niedrigeren Level weitergehen wird.

Dr. Thomas Tartsch

Berater Initiative Liberaler Muslime in Österreich (ILMÖ)

Politikberatung; Beratung Terrorism-Counterterrorism

(Schüler von Edwin Bakker und Daniel Byman)

http://www.initiativeliberalermuslime.org/

https://www.facebook.com/amer.albayati.73?fref=nf

https://ameralbayati.wordpress.com/

www.thomastartsch.org

Copyright und alle Rechte: Bei den jeweiligen Autoren. Bei meinen Ausführungen: Bei mir.

 

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