Ist Österreich und Europa für die Flüchtlingsflut vorbereitet!?

Von Amer Albayati, Islam- und Terrorexperte
Niemand kann dagegen sein, Menschen die mit ihrem Leben bedroht sind, Schutz und Sicherheit zu gewähren. Aber bei Migranten, die hauptsächlich ihre schlechte Wirtschaftslage verbessern wollen, muss ein beiderseitiges Interesse vorliegen wie in den klassischen Einwanderungsländern. Der Wirtschaftsmigrant muss auch als Arbeitskraft willkommen sein und gebraucht werden.
Das rasante Wachstum der Migrantenanzahl in Österreich und Europa wird deshalb überwiegend als Bedrohung wahrgenommen, weil jene Einwanderer, die wegen ihrer Fähigkeiten eine Bereicherung darstellen, leider in der Minderzahl sind. Geteilte Meinungen herrschen darum vorwiegend über das Ausmaß der Menschen, die tatsächlich Hilfe brauchen.Viele sind der Meinung, dass das Asylrecht von Wirtschaftsflüchtlingen unberechtigt beansprucht wird, andere wollen allen helfen. Darum bleibt diese Pro- und Kontrafrage ein Dauerbrenner. Dieses Problem ist zu einem Dilemma geworden! Wir brauchen endlich praktisch durchführbare Lösungen und keine theoretischen Kompromisse, die zu keinen brauchbaren Ergebnissen führen.
Österreich hat in diesem Bereich historisch gesehen eine große Rolle weltweit und in Europa gespielt. Diese Fragen beschäftigen die Menschen und sie erwarten von der Politik klare Haltungen. Leider ist daraus ein Politikum mit parteilichem Kalkül ohne Ende geworden.
Die politische Landschaft hat sich längst gewandelt, aber kaum eine politische Partei will dem Rechnung tragen. Das verursacht große Verluste durch die Ängste in der Wählerschaft, trotzdem will das keiner begreifen, denn die Politiker können und wollen ihre Fehler nicht mehr korrigieren, aus Angst, dass sie sich deshalb aus der Politik verabschieden müssen. Die Schwierigkeiten häufen sich, aufgrund dessen müssen wir Probleme, Konflikte, ja sogar bürgerkriegsähnliche Zustände erwarten. Weil Österreich und Europa sind auf solche Flüchtlingsfluten nicht vorbereitet und können es auch gar nicht sein.
Voraussetzung für die Integration von Migranten wäre es, dass Europas Jugend erst einmal selber Arbeit findet, was nur durch Stärkung verteilter Zentren erreichbar erscheint. Warum verlässt man seine Heimat, investiert viel Geld, kommt alleine und ohne seine Familie nach Österreich und Europa? Fragen bleiben aufgrund der Willkommenskultur ohne Antwort. Fachkräfte, die man zuhause braucht, flüchten. Die meisten von ihnen sind Männer, sie verlassen ihre Angehörige alleine und lassen sie in angeblich unsicheren und bedrohten Gebieten zurück.
Warum hat es die EU versäumt, Griechenland und nicht der Türkei von Beginn an bei der Aufgabe des Schutzes der EU-Außengrenzen wirksam zu unterstützen? Auffanglager hätten dazu beitragen können, Griechenland in dieser Krisensituation zu unterstützen. Man muss sich einfach eingestehen, dass die Flüchtlingssituation auf die bisherige Art nicht zu praktizieren ist und man muss die Flüchtlingspolitik überdenken und endlich europäische Lösungen suchen. Was allerdings zurzeit gar nicht mehr bewältigbar ist, da im Jahr 2015 bereits 25 der 28 EU-Staaten den Asylzuzug mehr oder weniger stark blockiert haben und die Umverteilung von Flüchtlingen aus den drei überlasteten Staaten Österreich, Deutschland und Schweden abgelehnt wird.
Dazu kommt noch, dass – solange Politiker fundamentalistische Personen und ihredubiosen islamistischen Organisationen in die Parallelgesellschaften und Moscheenvereinen ideell und materiell unterstützen – wir mit mehr Radikalisierung und Terror rechnen müssen. Und solange den liberalen Muslimen nicht von den Politikern geholfen wird, gibt es keine Lösung. Man wundert sich, dass diese Parteien Wahlen verlieren und vergisst, dass sie neben anderen Problemen jahrelang den radikalen Islamisten und ihren extremistischenOrganisationen uneingeschränkt geholfen haben.
Und wenn sie jetzt auch noch nichts ändern, werden sie zweifellos weiter verlieren, denn die Menschen merken die vielen von radikalen Islamisten verursachten Missstände klar und deutlich. Die Lage ist also sehr ernst. Wir dürfen nicht in Lagern denken, Österreich braucht Lösungen und darf weder Zeit noch Geld verschwenden.
Spätestens seit den massiven Sexübergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln wächst der Unmut über die aktuelle Integrationspolitik in Österreich und Europa. Es ist ein Gebot der Stunde, dem politisch motivierten Islam mit aller Entschlossenheit entgegenzutreten. Es braucht in Österreich ein gesetzliches Verbot, jener Organisationen, die den Boden für Extremismus erst aufbereiten: Konkret: Ein Verbot der Muslimbruderschaft und ihr nahestehender Organisationen, von Milli Görüs und angesichts der jüngsten besorgniserregenden Entwicklungen in der Türkei auch von ATIB. Diese Organisationen haben die Einführung der Scharia entgegen den Gesetzen in Europa als Ziel und bereiten die ideologische Grundlage für Extremisten bis hin zum islamischen Staat. Außerdem vertritt die von diesen Organisationen beeinflusste Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich- IGGiÖ weniger als 2% der Muslime, obwohl sieniemals als Verein oder Organisation angemeldet war, sondern immer als verlängerter Arm von Saudi Arabien und der Türkei fungierte. Das verunglückte Islamgesetz als Resultat dieser Lobbyarbeit ist ein historischer Fehler.
Wie bekommt man nun das Migrationsthema leichter in den Griff? Österreichs Kassen sind dank nicht gerade erfolgreicher Regierungspolitik ziemlich leer und wir sollen trotzdem für zigtausende Wirtschaftsflüchtlinge aufkommen, Mindestsicherungen an Gäste bezahlen, die zu keiner Zeit einen Euro in die leere Staatskasse gezahlt haben? Es braucht meines Erachtens drei klar getrennte Fördertöpfe. Einmal die Mindestsicherung strikt nur für Österreicher. Diese soll ein Auffangnetz vor allem für Ältere, Alleinerziehende und andere Benachteiligte sein. Dann das Arbeitslosengeld über das AMS. Und drittens Geld aus der Flüchtlingshilfe für Asylwerber. Das bisher praktizierte Mischen der Fördertöpfe ist zutiefst unfair gegenüber den Österreichern. Aber ich denke man muss die Lage ganz einfach realistisch sehen. Was die beiden Regierungsparteien alles in ihrer Kreativität unternehmen, um in Zukunft überall abgewählt zu werden. Ich sehe nirgendwo ein Leuchtfeuer, dass es besser werden könnte!
Letztlich nimmt man mutwillig die Zerstörung der einheimischen Gesellschaft durch die ungezügelte Zuwanderung inklusive islamistischer Verbrecher in Kauf, weil man dann auf denTrümmern der europäischen Kultur linksideologische Strukturen mit multikultureller Nivellierung einrichten kann. Das ist der falsche Weg. Der richtige Weg ist, denendie Heimat zu bewahren, die in dieser geboren sind oder hierher gekommen sind, um die kulturellen Werte annehmend Österreicher zu werden (ja, diese Menschen gibt es ebenso, aber die setzen sich nicht in Szene, gehen ihrer Arbeit nach – Arbeit nicht Mindestsicherung! – und sind zufrieden, hier sein zu dürfen) … oder hat man etwa jemals etwas darüber gehört, dass etwa Menschen aus dem früheren Jugoslawien, die in noch deutlich größerer Zahl als die Muslime nach Österreich kamen, lautstark politische Forderungen stellen?
Leider hat man bei manchen politischen Vertretern manchmal das Gefühl, sie sind geistig nicht mehr in der Lage zu bemerken, wie bestimmte Delikte in einem nie dagewesenen Ausmaß zunehmen. Da hilft es auch nichts, wenn sich manche – Wahlen vor den Augen habend – plötzlich dann doch für „null Toleranz“ gegenüber Gewalt und Sexualverbrechern aussprechen, um dann doch die Politik der Willkommenskultur undifferenziert weiter zu verfolgen.
Ich habe die Notwendigkeit der Reformierung des Islam bereits seit dem Jahr 2000 immer wieder artikuliert. Aber das wurde von den Politikern stets noch mehr als von den radikalen Islamisten bekämpft. Ich habe auch oft vor allen anderen gewarnt, dass im Flüchtlingsstrom auch Terroristen nach Europa kommen. Ich habe eine Woche vor Paris gewarnt und unmittelbar vor den Anschlägen in Brüssel auch vor Racheakten nach der Festnahme des Terroristen Abdesalam. Leider hört die Politik nach wie vor eher auf die Verharmloser als auf jene, die die Situation korrekt analysieren.
Die Hintergründe dieser Thematik sind in meinem aktuellen Buch “Auf der Todesliste des IS” (Seifert-Verlag http://bit.ly/albayati-seiferthttp://bit.ly/albayati-amazon) ausführlich dargestellt, womit ich einen Beitrag leisten möchte, damit man die Gründe für diese Entwicklungen versteht.
Dr. Amer Albayati, Islam- und Terrorexperte
Präsident, Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ
Mobiltelefon: 069910333243
Email: info@initiativeliberalermuslime.org, http://www.initiativeliberalermuslime.org
http://www.ots.at/pressemappe/15778/initiative-liberaler-muslime-oesterreich-ilmoe
https://ameralbayati.wordpress.com/
Wien, Mittwoch 25.5.2016

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s