Österreichischer Nationalrat debattiert über Schließung des König-Abdullah-Zentrums

https://www.heise.de/tp/features/Oesterreichischer-Nationalrat-debattiert-ueber-Schliessung-des-Koenig-Abdullah-Zentrums-4204452.html

 

Österreichischer Nationalrat debattiert über Schließung des König-Abdullah-Zentrums

  1. Oktober 2018 Peter Mühlbauer

Eröffnungszeremonie des Wiener KAICIID mit Prinz Saud al-Faisal. Foto: Österreichisches Außenministerium. Lizenz: CC BY 2.0

Auch in Deutschland werden mit Saudi-Geld umstrittene Einrichtungen finanziert

Gestern debattierte der österreichische Nationalrat auf Antrag der Liste Pilz (LP) darüber, ob die Alpenrepublik als Konsequenz aus der Affäre Khashoggi (vgl. Saudi-Arabien: Absolute Herrscher richten sich nicht nach dem Westen) dem Wiener „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ (KAICIID) das Gründungs- und das Sitzübereinkommen kündigen soll. Außenministerin Karin Kneissl weigerte sich zwar, das zu tun, drohte aber gleichzeitig, das dies für die Einrichtung und die hinter ihr stehenden Saudis die „allerletzte“ Chance sei, sich zu „reformieren“.

Das erst vor sechs Jahren eröffnete Zentrum ist sowohl von von Steuern als auch Zöllen befreit, muss für seine Angestellten keine Sozialversicherungsbeiträge entrichten und unterliegt der österreichischen Gerichtsbarkeit nur in Ausnahmefällen. Hausdurchsuchungen darf die österreichische Polizei dort nur nach einer vorherigen expliziten Einwilligung der Betreiber durchführen. Bereits 2016 warnte die Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ), dass das KAICIID ihren Informationen nach ein „Einfallstor für radikale Islamisten“ sei, die Österreich unterwandern wollten.

Faymann wollte bereits 2015 aussteigen, Kurz nicht

Zwei Jahre vorher hatte die damalige stellvertretende KAICIID Generalsekretärin Claudia Bandion-Ortner mit der Beschwichtigung, die in Saudi-Arabien gängigen öffentlichen Enthauptungen fänden ja „nicht jeden Freitag“ statt, viel Aufmerksamkeit erregt. Der damalige SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann wollte darauf hin aus dem Zentrum aussteigen, sein damaliger ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz beließ es jedoch bei einer Entlassung Bandion-Ortners.

In Deutschland gibt es ebenfalls umstrittene religiöse Einrichtungen, die mit saudischem Geld finanziert werden. Die bekannteste davon, die Bonner König-Fahd-Akademie, wurde allerdings schon im letzten Jahr zugemacht (vgl. Saudis schließen Bonner Wahabitenschule). Der damalige Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters hatte bereits 2003 versucht, die Schule zu schließen, nachdem herauskam, dass Prediger in der angeschlossenen Moschee zum Dschihad gegen die „Ungläubigen“ aufriefen.

„Anziehungspunkt für Extremisten“

Nachdem die Saudis beim damals vom Grünen Joseph Fischer geführten Außenministerium in Berlin intervenierten, musste Roters das Vorhaben jedoch aufgeben, obwohl der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz mit nachrichtendienstlichen Mitteln zur Erkenntnis kam, dass das Umfeld der Schule „Anziehungspunkt für Extremisten war“. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe dafür, dass das früher beschauliche Rheinstädtchen heute als eines der Zentren des deutschen Salafismus gilt.

Nachdem er an Fischer und den Saudis gescheitert war, versuchte Roters die von der Schule ausgehende Gefahr durch Einflussnahme auf den Unterricht zu mildern. Als er zu diesem Zweck die verwendeten Lehrbücher übersetzen ließ, stellte sich heraus, dass der Dschihad dort nicht nur von der Kanzel, sondern auch in Lesebüchern gepredigt wurde, in denen man die angebliche „Hinterhältigkeit der Juden“ hervorhob und die „Mudschaheddin“ pries „denen es vergönnt ist, auf dem Weg Gottes zu sterben“. Außerdem stellte man fest, dass die Schule, die sich nicht an deutsche Lehrpläne hielt und eigentlich nur Schüler aufnehmen sollte, deren Eltern bald wieder in ihre Heimat zurückkehren, zu etwa zwei Drittel von Kindern besucht wurde, deren Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit hatten.

Gemeinsame Projektgruppe „Salafistische Missionstätigkeit aus den arabischen Golfstaaten“

Viele Einrichtungen werden nicht vom saudischen Staat direkt, sondern über scheinbar unabhängige Organisationen wie die in Riad ansässige al-Rabitah al-Islamiyyah finanziert. Solche Organisationen nutzen auch zwei andere Golfstaaten: Katar und Kuwait. Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) und das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz haben deshalb im letzten Jahr die gemeinsame Projektgruppe „Salafistische Missionstätigkeit aus den arabischen Golfstaaten“ eingerichtet, die helfen soll, zu klären, warum sich die Zahl der Salafisten in Deutschland, die 2012 noch bei 4.500 lag, inzwischen auf über 10 000 verdoppelt hat (vgl. Neuer Verfassungsschutzbericht: Zahl der Salafisten in Deutschland überschreitet 10.000). (Peter Mühlbauer)

 

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Österreichischer Nationalrat debattiert über Schließung des König-Abdullah-Zentrums

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Österreichischer Nationalrat debattiert über Schließung des König-Abdullah-Zentrums

  1. Oktober 2018 Peter Mühlbauer

Eröffnungszeremonie des Wiener KAICIID mit Prinz Saud al-Faisal. Foto: Österreichisches Außenministerium. Lizenz: CC BY 2.0

Auch in Deutschland werden mit Saudi-Geld umstrittene Einrichtungen finanziert

Gestern debattierte der österreichische Nationalrat auf Antrag der Liste Pilz (LP) darüber, ob die Alpenrepublik als Konsequenz aus der Affäre Khashoggi (vgl. Saudi-Arabien: Absolute Herrscher richten sich nicht nach dem Westen) dem Wiener „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ (KAICIID) das Gründungs- und das Sitzübereinkommen kündigen soll. Außenministerin Karin Kneissl weigerte sich zwar, das zu tun, drohte aber gleichzeitig, das dies für die Einrichtung und die hinter ihr stehenden Saudis die „allerletzte“ Chance sei, sich zu „reformieren“.

Das erst vor sechs Jahren eröffnete Zentrum ist sowohl von von Steuern als auch Zöllen befreit, muss für seine Angestellten keine Sozialversicherungsbeiträge entrichten und unterliegt der österreichischen Gerichtsbarkeit nur in Ausnahmefällen. Hausdurchsuchungen darf die österreichische Polizei dort nur nach einer vorherigen expliziten Einwilligung der Betreiber durchführen. Bereits 2016 warnte die Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ), dass das KAICIID ihren Informationen nach ein „Einfallstor für radikale Islamisten“ sei, die Österreich unterwandern wollten.

Faymann wollte bereits 2015 aussteigen, Kurz nicht

Zwei Jahre vorher hatte die damalige stellvertretende KAICIID Generalsekretärin Claudia Bandion-Ortner mit der Beschwichtigung, die in Saudi-Arabien gängigen öffentlichen Enthauptungen fänden ja „nicht jeden Freitag“ statt, viel Aufmerksamkeit erregt. Der damalige SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann wollte darauf hin aus dem Zentrum aussteigen, sein damaliger ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz beließ es jedoch bei einer Entlassung Bandion-Ortners.

In Deutschland gibt es ebenfalls umstrittene religiöse Einrichtungen, die mit saudischem Geld finanziert werden. Die bekannteste davon, die Bonner König-Fahd-Akademie, wurde allerdings schon im letzten Jahr zugemacht (vgl. Saudis schließen Bonner Wahabitenschule). Der damalige Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters hatte bereits 2003 versucht, die Schule zu schließen, nachdem herauskam, dass Prediger in der angeschlossenen Moschee zum Dschihad gegen die „Ungläubigen“ aufriefen.

„Anziehungspunkt für Extremisten“

Nachdem die Saudis beim damals vom Grünen Joseph Fischer geführten Außenministerium in Berlin intervenierten, musste Roters das Vorhaben jedoch aufgeben, obwohl der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz mit nachrichtendienstlichen Mitteln zur Erkenntnis kam, dass das Umfeld der Schule „Anziehungspunkt für Extremisten war“. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe dafür, dass das früher beschauliche Rheinstädtchen heute als eines der Zentren des deutschen Salafismus gilt.

Nachdem er an Fischer und den Saudis gescheitert war, versuchte Roters die von der Schule ausgehende Gefahr durch Einflussnahme auf den Unterricht zu mildern. Als er zu diesem Zweck die verwendeten Lehrbücher übersetzen ließ, stellte sich heraus, dass der Dschihad dort nicht nur von der Kanzel, sondern auch in Lesebüchern gepredigt wurde, in denen man die angebliche „Hinterhältigkeit der Juden“ hervorhob und die „Mudschaheddin“ pries „denen es vergönnt ist, auf dem Weg Gottes zu sterben“. Außerdem stellte man fest, dass die Schule, die sich nicht an deutsche Lehrpläne hielt und eigentlich nur Schüler aufnehmen sollte, deren Eltern bald wieder in ihre Heimat zurückkehren, zu etwa zwei Drittel von Kindern besucht wurde, deren Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit hatten.

Gemeinsame Projektgruppe „Salafistische Missionstätigkeit aus den arabischen Golfstaaten“

Viele Einrichtungen werden nicht vom saudischen Staat direkt, sondern über scheinbar unabhängige Organisationen wie die in Riad ansässige al-Rabitah al-Islamiyyah finanziert. Solche Organisationen nutzen auch zwei andere Golfstaaten: Katar und Kuwait. Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) und das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz haben deshalb im letzten Jahr die gemeinsame Projektgruppe „Salafistische Missionstätigkeit aus den arabischen Golfstaaten“ eingerichtet, die helfen soll, zu klären, warum sich die Zahl der Salafisten in Deutschland, die 2012 noch bei 4.500 lag, inzwischen auf über 10 000 verdoppelt hat (vgl. Neuer Verfassungsschutzbericht: Zahl der Salafisten in Deutschland überschreitet 10.000). (Peter Mühlbauer)

 

Österreichischer Nationalrat debattiert über Schließung des König-Abdullah-Zentrums

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Österreichischer Nationalrat debattiert über Schließung des König-Abdullah-Zentrums

  1. Oktober 2018 Peter Mühlbauer

Eröffnungszeremonie des Wiener KAICIID mit Prinz Saud al-Faisal. Foto: Österreichisches Außenministerium. Lizenz: CC BY 2.0

Auch in Deutschland werden mit Saudi-Geld umstrittene Einrichtungen finanziert

Gestern debattierte der österreichische Nationalrat auf Antrag der Liste Pilz (LP) darüber, ob die Alpenrepublik als Konsequenz aus der Affäre Khashoggi (vgl. Saudi-Arabien: Absolute Herrscher richten sich nicht nach dem Westen) dem Wiener „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ (KAICIID) das Gründungs- und das Sitzübereinkommen kündigen soll. Außenministerin Karin Kneissl weigerte sich zwar, das zu tun, drohte aber gleichzeitig, das dies für die Einrichtung und die hinter ihr stehenden Saudis die „allerletzte“ Chance sei, sich zu „reformieren“.

Das erst vor sechs Jahren eröffnete Zentrum ist sowohl von von Steuern als auch Zöllen befreit, muss für seine Angestellten keine Sozialversicherungsbeiträge entrichten und unterliegt der österreichischen Gerichtsbarkeit nur in Ausnahmefällen. Hausdurchsuchungen darf die österreichische Polizei dort nur nach einer vorherigen expliziten Einwilligung der Betreiber durchführen. Bereits 2016 warnte die Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ), dass das KAICIID ihren Informationen nach ein „Einfallstor für radikale Islamisten“ sei, die Österreich unterwandern wollten.

Faymann wollte bereits 2015 aussteigen, Kurz nicht

Zwei Jahre vorher hatte die damalige stellvertretende KAICIID Generalsekretärin Claudia Bandion-Ortner mit der Beschwichtigung, die in Saudi-Arabien gängigen öffentlichen Enthauptungen fänden ja „nicht jeden Freitag“ statt, viel Aufmerksamkeit erregt. Der damalige SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann wollte darauf hin aus dem Zentrum aussteigen, sein damaliger ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz beließ es jedoch bei einer Entlassung Bandion-Ortners.

In Deutschland gibt es ebenfalls umstrittene religiöse Einrichtungen, die mit saudischem Geld finanziert werden. Die bekannteste davon, die Bonner König-Fahd-Akademie, wurde allerdings schon im letzten Jahr zugemacht (vgl. Saudis schließen Bonner Wahabitenschule). Der damalige Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters hatte bereits 2003 versucht, die Schule zu schließen, nachdem herauskam, dass Prediger in der angeschlossenen Moschee zum Dschihad gegen die „Ungläubigen“ aufriefen.

„Anziehungspunkt für Extremisten“

Nachdem die Saudis beim damals vom Grünen Joseph Fischer geführten Außenministerium in Berlin intervenierten, musste Roters das Vorhaben jedoch aufgeben, obwohl der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz mit nachrichtendienstlichen Mitteln zur Erkenntnis kam, dass das Umfeld der Schule „Anziehungspunkt für Extremisten war“. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe dafür, dass das früher beschauliche Rheinstädtchen heute als eines der Zentren des deutschen Salafismus gilt.

Nachdem er an Fischer und den Saudis gescheitert war, versuchte Roters die von der Schule ausgehende Gefahr durch Einflussnahme auf den Unterricht zu mildern. Als er zu diesem Zweck die verwendeten Lehrbücher übersetzen ließ, stellte sich heraus, dass der Dschihad dort nicht nur von der Kanzel, sondern auch in Lesebüchern gepredigt wurde, in denen man die angebliche „Hinterhältigkeit der Juden“ hervorhob und die „Mudschaheddin“ pries „denen es vergönnt ist, auf dem Weg Gottes zu sterben“. Außerdem stellte man fest, dass die Schule, die sich nicht an deutsche Lehrpläne hielt und eigentlich nur Schüler aufnehmen sollte, deren Eltern bald wieder in ihre Heimat zurückkehren, zu etwa zwei Drittel von Kindern besucht wurde, deren Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit hatten.

Gemeinsame Projektgruppe „Salafistische Missionstätigkeit aus den arabischen Golfstaaten“

Viele Einrichtungen werden nicht vom saudischen Staat direkt, sondern über scheinbar unabhängige Organisationen wie die in Riad ansässige al-Rabitah al-Islamiyyah finanziert. Solche Organisationen nutzen auch zwei andere Golfstaaten: Katar und Kuwait. Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) und das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz haben deshalb im letzten Jahr die gemeinsame Projektgruppe „Salafistische Missionstätigkeit aus den arabischen Golfstaaten“ eingerichtet, die helfen soll, zu klären, warum sich die Zahl der Salafisten in Deutschland, die 2012 noch bei 4.500 lag, inzwischen auf über 10 000 verdoppelt hat (vgl. Neuer Verfassungsschutzbericht: Zahl der Salafisten in Deutschland überschreitet 10.000). (Peter Mühlbauer)

 

König Abdullah Zentrum als Einfallstor für radikale Islamisten?

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151201_OTS0012/koenig-abdullah-zentrum-als-einfallstor-fuer-radikale-islamisten

OTS0012, 1. Dez. 2015, 09:00

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König Abdullah Zentrum als Einfallstor für radikale Islamisten?

ILMÖ fordert erhöhte Wachsamkeit der österreichischen Behörden. Gefahr der Unterwanderung Österreichs durch radikale Wahabiten und Muslimbrüder

Wien (OTS)

Erhalten die 100 Mitglieder des KAICIID-Beirates ebenfalls Diplomatenpässe?

ILMÖ fordert die sofortige Schließung des König Abdullah Zentrum

Amer Albayati, Präsident der Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ) fordert angesichts der jüngeren Entwicklungen im immer wieder in der Kritik stehenden König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog“ (KAICIID) in Wien von den österreichischen Behörden eine besonders erhöhte Wachsamkeit:
„Durch die immer undurchsichtiger werdende Struktur, wie einem bis zu 100 Personen großen Beirat oder zusätzlichen Plattformen unter dem höchst kontroversiellen Mitbegründer Ibrahim Farouk El-Zayat droht unter dem Schutzmantel der diplomatischen Immunität ein neues Einfallstor für radikale Islamisten aufzugehen“, so Albayati.

Im König Abdullah-Zentrum wurde dieser Beirat eingerichtet. Es stellt sich die dringende Frage, ob dessen Mitglieder (und womöglich auch deren Angehörige) mit Diplomatenpässen ausgestattet wurden? Die Österreicher haben ein Recht zu erfahren, welche Hundertschaften an Personen künftig mit diplomatischen Privilegien ausgestattet werden.

Ein anderes Beispiel ist das vom KAICIID am 9.9.2015 ins Leben gerufene „Muslim-Jewish Leadership Council“ (MJLC)– eine Plattform, angeblich zur Unterstützung des interreligiösen Friedens dieser beiden Religionen. Allerdings ist der Mitgründer dieser Plattform, Ibrahim El-Zayat, eine problematische Figur, dem in zahlreichen Medienberichten Verbindungen zur radikal-islamistischen Muslimbruderschaft nachgesagt werden.
Der Buchautor und Islamismusexperte Heiko Heinisch berichtete in einem Blog am 13.9.2015 unter dem Titel „Kooperiert das König Abdullah Zentrum mit der Muslimbruderschaft“ sehr ausführlich über El-Zayat, die Muslimbrüder und diese neue Plattform im KAICIID.

„Auch hier besteht die Gefahr, dass über diese Plattform Personen mit radikal-islamistischem Hintergrund verstärkt nach Österreich kommen. Wir fordern daher die Behörden auf, sehr wachsam zu sein, damit das Abdullah Zentrum kein Einfallstor für radikale Wahabiten und Muslimbrüder wird“, so Albayati.

„Wir fragen uns: Wie lange noch soll das Dialogzentrum KAICIID als Imagepolitur für Saudi Arabien dienen? Dem Ruf Österreichs schadet das jedenfalls weltweit. Es wäre weit glaubwürdiger, würde dieser Dialog in Saudi Arabien selbst stattfinden wo die Zahl der Todesstrafen laut Amnesty International heuer einen unrühmlichen Rekordwert erreicht hat. Warum ist die Forderung der ILMÖ auf christlichen Kirchenbau in Saudi Arabien bis jetzt unbeantwortet geblieben? Dem gegenüber will Saudi Arabien etwa 200 Moscheen für die Flüchtlinge in Deutschland finanzieren! Interreligiöser Dialog ist leider eine reine Platitüde, deshalb fordern wir die sofortige Schließung dieses untragbaren und dubiosen Zentrums“, so Albayati abschließend.

Mehr Infos unter diesen Links:

http://www.ots.at/redirect/heiko-heinisch (Titel: Kooperiert das
König Abdullah-Zentrum mit der Muslimbruderschaft?)

http://www.ots.at/redirect/profil2
(Titel: König-Abdullah-Zentrum in Wien: Dialog und Enthauptung)

Rückfragen & Kontakt:

Amer Albayati, Islam- und Terrorexperte
Präsident, Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ
Mobiltelefon: 069910333243
Email: info@initiativeliberalermuslime.org
www.initiativeliberalermuslime.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001

 

Alarmierende Verstöße gegen das Islamgesetz

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180801_OTS0011/alarmierende-verstoesse-gegen-das-islamgesetz

OTS0011, 1. Aug. 2018, 08:30

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Alarmierende Verstöße gegen das Islamgesetz

Wien (OTS)

  • Finanzierungen durch ausländische Behörden und Organisationen stoppen
  • Manipulation von Muslimen durch religiöse und nationalistische Dogmen beenden
  • Mangelhaftes Verhalten von Politikern und Medien

Die Islamgesetz-Kontroverse zieht immer größere Kreise. Die Politik scheint den Machtspielen ausländischer Organisationen in der Islamischen Glaubensgemeinschaft machtlos gegenüberzustehen. Das muss sich ändern. Das Islamgesetz wird für die Ideologie des politischen Islams ausgenutzt! Das ist verfassungswidrig und bedroht nicht nur die Integration von Muslimen, sondern auch unsere Sicherheit, den gesellschaftlichen Frieden!

Es war ein Fehler, den Muslimen die Anerkennung als Religionsgesellschaft zu entziehen und einer politischen Organisation Privilegien einzuräumen, die andere nicht haben, und die es auch in islamischen Ländern nicht gibt. Das war höchst unfair gegenüber den Muslimen und allen anderen Staatsbürgern in Österreich.

Was sind Kultusgemeinden? In keinem einzigen arabischen Staat gibt es eine Kultusgemeinde. Der Islam kennt so ein System nicht.

Das Ganze ist ein Machtkampf innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft, vor allem zwischen Türken, Bosniern und Arabern. Dieser Machtkampf schadet den Muslimen und ihrem Ansehen. Mehrere hundert politische Vereine spielen Glaubensgemeinschaft. Diese Vereine nennen keine Mitgliederzahlen und täuschen der Öffentlichkeit Moscheen vor, obwohl Vereine keine Moscheen betreiben können. Viele dieser Vereine leben von unberechtigten Geldquellen, statt von Mitgliedsbeiträgen.

In den Vereinen amtieren besoldete Imame, die vorwiegend aus dem Ausland bezahlt werden; aus der Türkei, aus Bosnien und aus anderen Ländern. Das ist kein Geheimnis, das weiß jeder seit Jahrzehnten. Diese Imame täuschen vor, Priester zu sein, und lassen sich als Seelsorger bezahlen, obwohl der Islam keine Hierarchie, Priester oder Seelsorger kennt. Manche sind sogar im Vereinsregister als „Leiter-Imam“ eingetragen. In Wirklichkeit erfüllen sie ihre ausländischen Aufträge und verkünden das, was ihnen politisch aufgetragen wird.

Warum hat man das Islamgesetz missbraucht, um eine ethnische und nicht islamische Glaubensorganisation einzurichten? Dadurch ist die Loyalität zu Österreich verloren gegangen und die finanzielle und politische Abhängigkeit vom Ausland verstärkt worden. In der Islamischen Glaubensgemeinschaft haben nur mehr ausländische Vertreter das Sagen, die Politik hat die Kontrolle über die Kultusbehörde verloren, die das zugelassen hat.

Die Regierung soll endlich alle Vereine des politischen Islam auflösen und die Tätigkeit ausländischer politischer Parteien unter dem Deckmantel der Islamischen Glaubensgemeinschaft verbieten. Dann könnte man vielleicht zum Islam als Religion finden, ohne die Gesellschaft zu verunsichern.

Die islamische Glaubensgemeinschaft kann nicht alle islamischen Konfessionen vertreten wie die katholische oder evangelische Kirche, sondern nur ihre eigenen Mitglieder, deren Zahl sie aber nicht bekannt gibt.

In Österreich besteht nur eine Moschee in Wien, weil Vereinslokale keine Gebetsräume sind und nicht als Moscheen betrachtet werden können.

Alle Muslime in einer gemeinsamen Glaubensgemeinschaft zusammenzuschließen, war ein schwerer Irrtum. Denn es gibt zum Beispiel ja auch in Österreich keine „Christliche Glaubensgemeinschaft“, in der Katholiken, Protestanten, Orthodoxe usw. gemeinsam in einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft organisiert sind, sondern jede christliche Variante ist als eigene Religionsgesellschaft anerkannt und verwaltet ihre Mitglieder selbst.
Der Islam hat ebenfalls eine Anzahl unterschiedlicher Glaubensrichtungen, Sunniten, Schiiten und andere. Die Anerkennung in Österreich 1912 hatte sich auf den Balkan bezogen und auf die bosnischen Anhänger des islamischen hanafitischen Ritus.

Deshalb ist eine Reform des Islamgesetzes dringend notwendig, um weitere Skandale und Auseinandersetzungen zu vermeiden. Die Heuchelei muss endlich gestoppt werden, im Sinne der Menschen in Österreich und Europa.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Amer Albayati, Präsident Verein Integration-Bildung-Kultur (IBK)
Email: integration.bildung.kultur@gmail.com
Handy: (++43) 69910333243

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002

 

Alarmierende Verstöße gegen das Islamgesetz

https://www.fischundfleisch.com/amer-albayati/alarmierende-verstoesse-gegen-das-islamgesetz-48688

Amer Albayati

Alarmierende Verstöße gegen das Islamgesetz

02.08.2018, 15:23

–> Finanzierungen durch ausländische Behörden und Organisationen stoppen

–> Manipulation von Muslimen durch religiöse und nationalistische Dogmen beenden

–> Mangelhaftes Verhalten von Politikern und Medien

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Danke!

Die Islamgesetz-Kontroverse zieht immer größere Kreise. Die Politik scheint den Machtspielen ausländischer Organisationen in der Islamischen Glaubensgemeinschaft machtlos gegenüberzustehen. Das muss sich ändern. Das Islamgesetz wird für die Ideologie des politischen Islams ausgenutzt! Das ist verfassungswidrig und bedroht nicht nur die Integration von Muslimen, sondern auch unsere Sicherheit, den gesellschaftlichen Frieden!

Es war ein Fehler, den Muslimen die Anerkennung als Religionsgesellschaft zu entziehen und einer politischen Organisation Privilegien einzuräumen, die andere nicht haben, und die es auch in islamischen Ländern nicht gibt. Das war höchst unfair gegenüber den Muslimen und allen anderen Staatsbürgern in Österreich.

Was sind Kultusgemeinden? In keinem einzigen arabischen Staat gibt es eine Kultusgemeinde. Der Islam kennt so ein System nicht.

Das Ganze ist ein Machtkampf innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft, vor allem zwischen Türken, Bosniern und Arabern. Dieser Machtkampf schadet den Muslimen und ihrem Ansehen. Mehrere hundert politische Vereine spielen Glaubensgemeinschaft. Diese Vereine nennen keine Mitgliederzahlen und täuschen der Öffentlichkeit Moscheen vor, obwohl Vereine keine Moscheen betreiben können. Viele dieser Vereine leben von unberechtigten Geldquellen, statt von Mitgliedsbeiträgen.

In den Vereinen amtieren besoldete Imame, die vorwiegend aus dem Ausland bezahlt werden; aus der Türkei, aus Bosnien und aus anderen Ländern. Das ist kein Geheimnis, das weiß jeder seit Jahrzehnten. Diese Imame täuschen vor, Priester zu sein, und lassen sich als Seelsorger bezahlen, obwohl der Islam keine Hierarchie, Priester oder Seelsorger kennt. Manche sind sogar im Vereinsregister als „Leiter-Imam“ eingetragen. In Wirklichkeit erfüllen sie ihre ausländischen Aufträge und verkünden das, was ihnen politisch aufgetragen wird.

Warum hat man das Islamgesetz missbraucht, um eine ethnische und nicht islamische Glaubensorganisation einzurichten? Dadurch ist die Loyalität zu Österreich verloren gegangen und die finanzielle und politische Abhängigkeit vom Ausland verstärkt worden. In der Islamischen Glaubensgemeinschaft haben nur mehr ausländische Vertreter das Sagen, die Politik hat die Kontrolle über die Kultusbehörde verloren, die das zugelassen hat.

Die Regierung soll endlich alle Vereine des politischen Islam auflösen und die Tätigkeit ausländischer politischer Parteien unter dem Deckmantel der Islamischen Glaubensgemeinschaft verbieten. Dann könnte man vielleicht zum Islam als Religion finden, ohne die Gesellschaft zu verunsichern.

Die islamische Glaubensgemeinschaft kann nicht alle islamischen Konfessionen vertreten wie die katholische oder evangelische Kirche, sondern nur ihre eigenen Mitglieder, deren Zahl sie aber nicht bekannt gibt.

In Österreich besteht nur eine Moschee in Wien, weil Vereinslokale keine Gebetsräume sind und nicht als Moscheen betrachtet werden können.

Alle Muslime in einer gemeinsamen Glaubensgemeinschaft zusammenzuschließen, war ein schwerer Irrtum. Denn es gibt zum Beispiel ja auch in Österreich keine „Christliche Glaubensgemeinschaft“, in der Katholiken, Protestanten, Orthodoxe usw. gemeinsam in einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft organisiert sind, sondern jede christliche Variante ist als eigene Religionsgesellschaft anerkannt und verwaltet ihre Mitglieder selbst.

Der Islam hat ebenfalls eine Anzahl unterschiedlicher Glaubensrichtungen, Sunniten, Schiiten und andere. Die Anerkennung in Österreich 1912 hatte sich auf den Balkan bezogen und auf die bosnischen Anhänger des islamischen hanafitischen Ritus.

Deshalb ist eine Reform des Islamgesetzes dringend notwendig, um weitere Skandale und Auseinandersetzungen zu vermeiden. Die Heuchelei muss endlich gestoppt werden, im Sinne der Menschen in Österreich und Europa.

Dr. Amer Albayati, Präsident Verein: Integration-Bildung-Kultur (IBK)

Email: integration.bildung.kultur@gmail.com